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World of Warcraft

Spieler sind nicht antisozial

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Das Gerücht des einsamen Gamers mit fettigen Haaren hält sich schon lange und hartnäckig in der Welt der unbestätigten Klischees auf. Damit ist nun aber (zugegeben, einmal mehr) Schluss.

Eigentlich ist es ja keine absolute Neuigkeit. Spieler sind sich ihrer Sozialität schon lange bewusst und auch Forscher haben den Multiplayeraspekt immer wieder in Studien bezogen. So auch der Soziologe Stefan Derpman:

"Die virtuellen Kontakte führen zu einer stärkeren sozialen Vernetzung im realen Leben. Die grösste Motivation fürs Spielen ist das Miteinander."

Zu dieser Aussage ist der Soziologe nach einer Studie mit mehreren Probanden gekommen, deren Spiel- und Sozialverhalten er analysiert hat. Ziel der Studie: das populäre MMORPG "World of Warcraft", das gemeinhin als Beziehungskiller gilt.

Derpmann hat festgestellt, dass sich die Vernetzung in der Spielwelt auch auf das reale Leben überträgt. Spieler die oft zusammen spielen lernen sich also über die Zeit möglicherweise kennen und pflegen danach auch eine reale Freundschaft. Er vergleicht das soziale Gefüge in Zockergemeinden mit dem eines Sportvereins.

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