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World of Warcraft

Was ein Free-to-Play-Modell für Azeroth bringt

News tatanka

Nach dem Verlust weiterer 700.000 "World of Warcraft"-Abonnenten werden die Gerüchte immer lauter, dass Blizzard sein beliebtes Online-Rollenspiel auf ein Free-to-Play-Modell umstellen will. Blizzards Manager haben auf der Gamescom 2013 in Interviews über solche Pläne gesprochen. Die amerikanische Analytik-Firma Superdata hat nun eine Analyse veröffentlicht, in der die Firma erläutert, warum das Free-to-Play-Modell "World of Warcraft" retten könnte.

Screenshot7,7 Millionen Abonnenten spielten das Spiel weltweit zuletzt. Tendenz fallend. Superdata stellt zur  finanziellen Situation von Blizzards "World of Warcraft" fest: 
 "Wir glauben, dass WoW im April 2013 93 Millionen US-Dollar erwirtschaftet hat. Keine schlechte Summe, aber weit entfernt von den 204 Millionen US-Dollar, die es sieben Monate zuvor eingenommen hat."
Allein auf der östlichen Hemisphere verzeichnet "World of Warcraft" nach Angaben von Superdata  einen monatlichen Verlust von über 1,3 Millionen aktiven Spielern. Was aber soll eine Umstellung vom Abo-Modell auf Free-to-Play bringen?
"Wir erwarten uns nach einer Umstellung von "World of Warcraft" auf Free-to-Play generell einen Zustrom neuer Spieler und eine Steigerung der Einnahmen. Wenn die Karten richtig ausgespielt werden, ist diese Entwicklung anhaltend. Aber komplett auf ein Free-to-Play-Modell umzustellen ist im Augenblick noch ein zu grosser Schock für WoW und ergibt derzeit auch keinen Sinn. Wie dem auch sei, es gibt jetzt mehr Free-to-Play-Spieler in den Vereinigten Staaten und weltweit. Es ist leichter geworden, diese Zielgruppe zu gewinnen."
Was aber sind die Vorteile eines Free-to-Play-Modells für die "World of Warcraft"-Spieler?
"Spiele mit Microtransactions übertrumpfen in den Vereinigten Staaten seit langem beitragspflichtige, was den Gesamterlös betrifft. Aber die Entscheidung, auf ein Hybrid-Modell (Anm.: aus Abonnement und Microtransactions) oder ein reines Free-to-Play umzustellen, war eine Entscheidung, die für alle Spiele keinen Sinn ergab. Und momentan betrifft das "World of Warcraft".

 Zur Verdeutlichung: Beim Geschäftsmodell der Microtransactions (Abwicklung von Mini-Geschäften) wird das eigentliche Computerspiel gratis angeboten. Geld fliesst dann durch den Verkauf kleiner Zusätze im Spiel: Gegenstände aller Art, Reittiere, Waffen, Rüstungen und weiteres. Und welche Lösungen sieht die amerikanische Firma Superdata nun für Blizzards "World of Warcraft"? 
"Trotz sinkender Umsätze zwischen September 2012 and April 2013 hat das Spiel steigende Einnahmen im Extra-Game-Store des derzeitigen Add-Ons zu verzeichnen. Was uns das sagt ist, dass engagierte "World of Warcraft"- Spieler Interesse an Microtransactions haben - und Geld dafür ausgeben werden."

  Abschliessend zieht Superdata die Schlussfolgerung:
"Indem man dieses System (Anm.: gemeint sind Microtransactions) auf das Spiel überträgt und den Kauf von Fähigkeiten steigernden und die Performance verbessernden Microtransactions erlaubt, erhofft sich WoW, die Spieler zu Käufen zu verlocken." 

 Das Free-to-Play-Modell für "World of Warcraft" ist also noch für einige Zeit nicht in Sicht - aber alle denken laut darüber nach: Blizzards Manager ebenso wie amerikanische Analytik-Firmen. 

Was denkt ihr?

Zum Spiel mit allen Add-Ons kommt ihr hier: 

 Aktuelles "World of Warcraft"-Add-On  Cataclysm

"World of Warcraft"-Add-On Mists of Pandaria

"World of Warcraft"-Battle Chest (Grundspiel inklusive den beiden Add-Ons "Burning Crusade" und "Wrath of the Lich King")

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