m 2012 BMW M6 mit Kinect, Whireless Speed Wheel und Edel-Setup
Auf der Gamescom standen verschiedenste Set-Ups zur Verfügung. So konnten wir nicht nur in einem
edlen

Racing Seat mit Aluminium-Pedalen und Schaltstock Platz nehmen, den Fanatec laut seinem Blog für gut 500 Euro zum Release anbieten wird (was momentan etwa CHF 560.- entsprechen würde), sondern auch das frisch enthüllte „Wireless Speed Wheel“ ausprobieren. Das kabellose Lenkrad gefällt mit schicken Aluminium-Elementen und bietet auch sonst alles, was ein normaler Controller drauf hat. So liegt das Digi-Pad in Reichweite des linken Daumens, während rechts die Buttons A bis Y lagern. Gas geben und Bremsen können wir entweder über die Schultertasten rechts und links, die übrigens aufleuchten wenn wir das Auto übersteuern. Alternativ gibt’s da ja noch dieses kleine, sexy System namens Kinect: Einfach das kabellose Lenkrad leicht nach vorn drücken, schon geht’s los. Erstaunlich wie feinfühlig Kinect hier unsere Bewegung erkennt, wobei wir fürs Gasspiel dann doch die Clubsport-Pedale bevorzugen würden. Drehen wir das Lenkrad nach rechts oder links, überträgt Kinect das nicht mit ruckhaften Bewegungen, sondern lässt den Ferrari nur ganz dezent die Richtung ändern. Erst wenn wir wirklich wie bei einem echten Auto das Lenkrad mit aller Wucht rumreissen, lassen sich U-Turns machen, um beispielsweise schnell wieder aus dem Kiesbett rauszufinden. Als dritte Möglichkeit können wir auch einfach nur mit Kinect spielen: Dabei tun wir im Grunde so, als hätten wir ein echtes Lenkrad in der Hand. Das funktioniert erstaunlich gut, weil Kinect das Lenkrad auch erkennt, wenn wir sitzend einfach nur die Hände vor die Brust halten. Gas geben wir, indem wir die Handflächen leicht nach Vorn drücken, Bremsen durch leichtes nach Hinten ziehen. Kinect erkennt dabei selbst feinste Manöver erstaunlich gut, versagt aber aktuell noch, wenn wir durch Rumreissen des Luft-Lenkrads in den Drift
gehen wollen. "Kinect ist für uns ein wichtiges Feature, weil es Familien Forza 4 erleben lässt“ schaltet sich Greenwalt ein. "Ich würde mit meinem kleinen Sohn natürlich eher mit Kinect rumdaddeln als mit einem Lenkrad. Simulationsprofis können aber nach wie vor alle Fahrhilfen abstellen und bekommen dann jede Bodenwelle zu spüren“.

Der eigentliche Grund für Kinect: Head Tracking
Head Tracking ist eine spannende Sache, wird doch so der Blickwinkel des Fahrers ins Spiel projiziert. Die Technik an sich ist nicht neu, die nutzt "Gran Turismo 5“ auch via Playstation Eye Camera. Allerdings funktioniert sie in "Forza 4“ deutlich besser und fühlt sich vor allem subtiler an, als wir es erwartet hätten. Auf der GC war es dabei interessant zu sehen, wie einige Kollegen krampfhaft versuchten das Head-Tracking zu aktivieren, indem sie den Kopf herumrissen als würde ihnen gerade eine der hübschen Messehostessen entgegenkommen. Einige zeigten sich enttäuscht, dass die Kamera dabei nur sehr zögerliche Bewegungen nach links und rechts macht. Dan Greenawalt schaltet sich ein und meint: "Versucht es nicht bewusst hervorzurufen, sondern fahrt einfach so, als würdet ihr in einem normalen Auto sitzen“. Recht hat der Game Director von "Forza 4“, denn als Autofahrer schaut man automatisch in einer Kurve ein bisschen voraus, um etwaige Gefahrensituationen besser abschätzen zu können. Ergo reissen wir unseren Kopf nicht herum, sondern neigen ihn nur leicht nach links, die Kamera schwenkt dann in die entsprechende Richtung – vorbei an frisch polierten Amaturenbrettern und im blitzblank geputzten Rückspiegel sehen wir bereits die Verfolger. Das alles fühlt sich sehr natürlich an und stärkt das Gefühl, in einem richtigen Rennboliden zu sitzen..