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EVE Online: Incarna

Statement von CCP und CSM zur Unruhe seit Incarna

News Björn

Incarna ist ohne Zweifel die mit am meisten Emotionen behaftete Erweiterung die CCP für Incarna bislang veröffentlicht hat. In einem Notfalltreffen zwischen den Entwicklern und den Vertretern der Gamer haben beide Seiten nun in Island über Probleme und Missverständnisse geredet.

Beide Seiten räumten Fehler ein und haben sich auf einen gemeinsamen Weg für EVE Online wiedergefunden.

Der Grund für die Proteste waren Änderungen, die CCP mit Incarna einführte und durchgesickerte interne Dokumente und die vor allem langjährige Spieler gegen den Betreiber aufbrachten.

Fangen wir bei den Änderungen mit Incarna an:

Captains Quarter

Incarna brachte EVE Online in eine komplett neue Richtung. Während vor Incarna Piloten in EVE stets in ihren Schiffen waren und auch beim Eindocken in Stationen stets ihr Schiff von aussen betrachteten und nach belieben drehen könnten [ Ship Spinning - sehr beliebt :) ] tauschte CCP die gedockte Ansicht des eigenen Schiffes aus, so dass jeder Spieler direkt nach dem Andocken das aktuelle Schiff verlässt und sich als 3D Avatar auf der Station in einem derzeit noch geschlossenen Quartier wiederfindet.

Dies hatte nun einige Nachteile. Erstens war die notwendige PC-Performance durch die Innenansicht der Station weitaus stärker belastet. Viele leidenschaftliche EVE Spieler spielen das Spiel nicht nur mit einem Account sondern lassen den Client gleich mehrfach auf einem PC laufen und arbeiten mit mehreren Accounts gleichzeitig. Das höchste was ich bislang gelese habe waren 12 gleichzeitig laufende Clients auf einem Rechner.

Durch die höheren Hardware-Anforderungen der Innenansicht war dies nun nicht mehr möglich, die PCs mit mehreren Clients und auch ältere Rechner sind mit den detaillierten Innenumgebungen einfach überfordert. Dazu kam, dass man aus der Avatar-Perspektive viele kleine Usability-Features nicht mehr nutzen konnte, so dass Aktionen wie Schiff-Wechsel etc. umständlicher wurden und länger dauerten und man aktuell durch das Avatar-Quartier noch keinerlei Mehrwert hatt. Kurz gesagt, man hat etwas Bewährtes an das sich die Spieler gewöhnt hatten durch etwas optisch beeindruckendes aber spieltechnisch schlechteres eingetauscht.

CCP versprach sich diesem Problem nun anzunehmen.

Noble Exchange

Ein weiterer Punkt war der neu eingeführte Shop für sogenannte Vanity-Items. Derzeit sind virtuelle Kleidungsstücke zu einem enorm hohen Preis, sowohl InGame als auch in reale Währung umgerechnet erhältlich. Ein virtuelles T-Shirt kostet zum Beispiel genausoviel wie ein reales. Hier räumte CCP Fehler ein. Man habe sowohl zu wenige, als auch zu hochwertige Produkte in den Shop gestellt ohne gleichzeitig auch Massenkompatible Angebote zu machen, die einfach noch nicht fertig waren. In einem gesonderten DevBlog wird man demnächst die genauen Pläne für Items und Preise noch einmal in Ruhe und im Detail erläutern.

Beim Shop kam durch eine durchgesickerte Information weiterhin die Idee ins Netz, dass man ja auch spieltechnische Items anbieten könne, die den Spielern gegen Geld Vorteile verschaffen könne. Vor allem dieser Punkt brachte viele langjährige Spieler in Rage, denn bislang konnte man in EVE sich vor allem durch Zeit, teilweise Jahre, hocharbeiten. Sollten jetzt neue Spieler sich allein durch Geld die Vorteile sichern können für die alteingesessene Spieler monate oder jahrelang hin gearbeitet haben. Nein, es wurde zwar intern darüber geredet aber CCP hat noch einmal klar gestellt, dass man sich die Vorteile durch Spielzeit erworben werden nicht über Geld kaufen kann. Es werden nur sogenannte Vanity-Items angeboten, die rein optische Effekte haben und das Spielgeschehen nicht beeinflussen.

Inzwischen haben auch die InGame Proteste abgenommen, in Jita geht wurde der Protest-Angriff auf die Statue eingestellt und es kehrt wieder Ruhe in New Eden ein.

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