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GT Academy 2010: Schweizer erreicht Platz 5

News Roger

Sony und Nissan führten vom 26. Februar 2010 bis am 2. März 2010 die zweitletzte Runde im Rennen um eine echte Lizenz im europäischen GT4 Cup durch. Mit von der Partie war als einziger Schweizer der 27-jährige Oliver Simon aus Hausen am Albis (ZH).

Von weltweit 1.2 Millionen Teilnehmern schaffte er es als bester und einziger****Schweizer ins 5-tägige „Bootcamp“ nach Silverstone, wo er den ausgezeichneten 5. Platz belegte. Weiterhin hoffen auf die Rennlizenz dürfen der 26-jährige Luca Lorenzini aus Italien und der 21-jährige Jordan Tresson aus Frankreich.
  
Bereits zum zweiten Mal suchen Sony und Nissan ein richtiges Renntalent, das sich zuerst auf der PlayStation 3 beweisen muss. Aus der ersten GT Academy ging der Spanier Lucas Ordoñez als Sieger hervor. Er fuhr die gesamte letzte Saison mit dem Team Nissan im europäischen GT4 Cup mit und konnte einige Erfolge verbuchen. Seit dem 17. Dezember 2009 läuft die Suche nach der Nachfolge des erfolgreichen Spaniers. Rund 1.2 Millionen Rennfahrer-Aspiranten luden in 15 europäischen Ländern wie auch in Australien und Neuseeland das Online-Zeitfahren im PlayStation Store herunter. In der Schweiz nahmen gut 12'000 die Herausforderung an. Unter ihnen Oliver Simon. Er gehörte zu den 20 glücklichen Schweizern, die anfangs Februar 2010 nach Südfrankreich ans Schweizer nationale Finale reisten, um sich den einen, begehrten, Platz im Bootcamp in Silverstone zu sichern. Das nationale Finale fand auf der Rennstrecke Paul Riccard in Le Castellet statt. Während diversen Aktivitäten auf der Rennstrecke durften die 20 besten Schweizer schon erste Erfahrungen mit einem echten Nissan 370Z sammeln. Mittels Geschwindigkeitstests und Slalomparcours kamen die realen Rennfahrertalente zum Vorschein. Um sich den begehrten Platz in Silverstone zu ergattern, zählten allerdings die Fähigkeiten sich auf der PS3 online gegen die Konkurrenten zu beweisen. Das Finale, das auf der renommierten Nordschleife des Gran Tourismo 5 Prologue statt fand, war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Oliver Simon und dem zweit platzierten Paulo dos Reis. Nach der ersten Runde führte dos Reis, doch Simon gab nochmals Gas und sicherte sich den Platz in Silverstone mit einer hervorragenden Zeit von 7 Minuten 29. Ihm kam es wohl gelegen, dass das Finale auf seiner Lieblingsstrecke gefahren wurde.
 
Harte Konkurrenz in Silverstone

Zusammen mit den anderen 17 Kandidaten trat die Schweizer Hoffnung am Abend des 25. Februar die Herausforderung in Silverstone an. Eine Jury, bestehend aus Johnny Herbert, Sabine Schmitz, Eddie Jordan und dem Gewinner des Vorjahres Lucas Ordoñez, begrüsste die 18 motivierten Teilnehmer und erklärte die Regeln der folgenden fünf Tage. Zum Programm gehörten ein medizinischer Check-Up, professionelle Medientrainings, anspruchsvolle Fitnesstests mit britischen Marinesoldaten und ausgiebige Rennaktivitäten mit dem Nissan 370 Z und schnellen Karts. Den hoffnungsvollen Nachwuchstalenten blieb nicht viel Zeit, die Jury von ihren Rennfahrer-Qualitäten zu überzeugen. Schon bald stand fest, wer dem Druck Stand hielt oder wessen Nerven mit ihm durchgingen. Nach zwei Tagen eliminierte die Jury die ersten zehn Kandidaten aus Australien (1), Neuseeland (1), Spanien(1), Deutschland (2), Belgien (1), England (2), Finnland (1) und Österreich (1). Am Sonntagabend platzte der Traum für vier weitere Teilnehmer. Unter anderem auch für den Zürcher Oliver Simon. Bis zum letzen Tag hoffen konnten ein Italiener, ein Ire, ein Spanier und ein Franzose. Heute steht fest: nur noch der Franzose Jordan Tresson und der Italiener Luca Lorenzini haben die Möglichkeit, für eine Saison den Controller ihrer PS3 gegen das Steuerrad eines echten Nissan 370Z zu tauschen. Wer letztendlich als Sieger der GT Academy 2010 hervorgeht, entscheidet sich im Mai nach einem weiteren intensiven Fahrtraining.

"Ich bin nicht enttäuscht, ich bin sehr glücklich. Ich habe 120% gegeben und wenn nun vier Jungs besser sind als ich, dann ist das halt so. Meine Stärke war wahrscheinlich mein fahrerisches Können, leider liess mich meine körperliche Fitness etwas im Stich. Doch ich habe während der GT Academy unglaublich viel Spass gehabt und konnte tolle Erfahrungen sammeln. Ich konnte mit Autos fahren, von denen ich nicht mal in meinen kühnsten Träumen gewagt hätte zu träumen."Oliver Simon, Schweizer Finalist

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