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Sony

Gewinnerwartung für laufendes Geschäftsjahr stark nach unten korrigiert

News Katja Wernicke

In einem aktuellen Bericht hat der japanische Konzern Sony eine drastische Gewinnwarnung herausgegeben. Demnach erwartet das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr rund 230 Milliarden Yen (1,7 Milliarden Euro) Verlust und nicht wie angenommen (nur) 50 Milliarden Yen.

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Als Grund für diesen erneuten, starken Verlust (917 Millionen Euro Verlust im Jahr 2013) gibt Sony Abschreibungen in der Mobilfunksparte an, welche allein rund 1,3 Milliarden Euro betragen würden. Wie die Zukunft aussehen wird, muss sich noch zeigen. Konzernchef Kazuo Hirai wird rund 5.000 Arbeitsplätze streichen, um so das Unternehmen auf einen grüneren Zweig zu bringen. Gleichzeitig wird die verlustreiche PC-Marke Vaio verkauft. Ganz im Gegensatz zur ebenfalls schlecht laufenden TV-Sparte, die Hirai aber weiterhin im Unternehmen lassen möchte. Ob sich die Lage nach der Entlassung der Mitarbeiter und dem Verkauf von Vaio verbessert, muss sich erst noch zeigen.

Genau aus diesen Gründen hat die Ratingagentur Moodys die Sony-Aktien auf das Niveau BA1 herabgestuft, was so viel bedeutet wie „Bei weiterer Verschlechterung ist mit Ausfällen zu rechnen“ oder umgangssprachlich "Ramsch-Niveau". Einzig das Konsolengeschäft läuft gut, wobei Sony hier mit den steigenden Verkaufszahlen der PlayStation 4 Boden wett machen kann. Gänzlich kann diese aber nicht zu einer Verbesserung der Lage führen.

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