007 First Light - Test / Review

Der junge Bond und die Jagd auf 009

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James Bond trifft auf die "Hitman"-Macher: In "007 First Light" erzählt IO Interactive die Anfänge des Agenten als actionreiches Abenteuer. Ob das Bond-Debüt gelingt, zeigt unser Test.

IO Interactive und James Bond: Das wirkt auf dem Papier wie ein Volltreffer. Schliesslich hat das dänische Studio mit der "Hitman"-Reihe über viele Jahre bewiesen, wie gut es stilvolle Agentenfantasien inszenieren kann. Agent 47 bewegt sich seit jeher elegant zwischen Tarnung, Infiltration und präzise geplantem Chaos - Eigenschaften, die auch untrennbar mit 007 verbunden sind.

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Mit "007 First Light" nutzt IO Interactive dieses Know-how nun für einen anderen ikonischen Geheimagenten. Das Ergebnis ist kein Bond im Stil von Hitman mit neuer Frisur, sondern ein eigenständiges Action-Abenteuer, das den Geist der Filmreihe gekonnt einfängt und zugleich die Handschrift des Studios erkennen lässt.

Der junge Bond und die Jagd auf 009

Wir umreissen an dieser Stelle nur ganz kurz die Hintergrundgeschichte - natürlich ohne Spoiler. Schliesslich handelt es sich bei "007 First Light" um ein Story-basiertes Singleplayer-Abenteuer. Bei allen Nebenaufgaben und Möglichkeiten, die das Game mit sich bringt, ist das Erleben der Handlung mit all ihren Wendungen die Hauptmotivation für das Spielen des Agenten-Thrillers.

Im Grunde erzählt "007 First Light" nämlich eine klassische Origins-Geschichte, in deren Fokus der noch junge James Bond steht. Die ersten Kapitel bestehen also in erster Linie daraus, den ungestümen Emporkömmling kennenzulernen und zu erfahren, wie er überhaupt beim Geheimdienst MI6 landet und dort zum 00-Agenten heranreift.

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Im späteren Verlauf dreht sich dann alles um die Jagd auf 009, einen früheren Spezialisten im Namen seiner Majestät, der nun versucht, die Organisation aus den Angeln zu heben. "007 First Light" erstreckt sich über zehn Kapitel und besitzt eine Spielzeit zwischen 15 und 20 Stunden - wie immer sehr stark abhängig davon, wie viel Zeit ihr euch für das Erforschen der teils weitläufigen Gebiete nehmt.

James Bond, wie er leibt und lebt

Während sich IO Interactives Vorzeige-Reihe "Hitman" als Sandbox-Game präsentiert, gibt sich "007 First Light" geradliniger, bietet aber dennoch teils weitläufige Areale, die es zu erkunden gilt. Beispielsweise verschlägt es euch in einer der frühen Missionen in das Grand Carpathian Hotel in der Slowakei oder später in die Schurkenstadt Aleph in Mauretanien.

Dabei gelingt IO Interactive ein überzeugender Balanceakt. Denn obwohl die Missionen klarer geführt und deutlich filmischer inszeniert sind als bei "Hitman", bleibt euch regelmässig genug Freiraum, Situationen auf unterschiedliche Weise anzugehen. Ihr schleicht ungesehen durch Sperrgebiete, manipuliert Sicherheitssysteme und belauscht Gespräche. Oder ihr improvisiert auch mal spontan, wenn ein Plan aus dem Ruder läuft.

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Besonders gelungen: Das Game fühlt sich wirklich wie ein James-Bond-Film an und jongliert geschickt mit den aus der Kultreihe bekannten Elementen. Natürlich trefft ihr auf Moneypenny und MI6-Chefin M. Und selbstverständlich schaut ihr auch bei Q im Labor vorbei. Zur Standardausrüstung gehört die Q-Linse, mit der ihr Objekte und auch Feinde hervorhebt. Dazu kommt die Q-Uhr, mit der ihr Gerätschaften auf Distanz manipuliert. Mit den Darts verpasst ihr Kontrahenten einen gewaltigen Kater, sodass sie sich erst mal zurückziehen müssen. Später kommen Laser und andere Extras dazu. Zugleich limitiert "007 First Light" euer Arsenal, schenkt euch aber Möglichkeiten wie das Verlangsamen der Zeit oder auch das Vortäuschen der Kapitulation als Zusatzfertigkeit.

Wenig überraschend liegt die Stärke von "007 First Light" vor allem im Stealth und im Erkunden der Gebiete. Gerade die Schleichpassagen profitieren spürbar von IO Interactives Erfahrung mit "Hitman": Gegner lassen sich beobachten, Wege flexibel planen und Situationen oft auf mehreren Wegen lösen. Das sorgt für Spannung und gibt euch regelmässig das Gefühl, tatsächlich wie ein Geheimagent zu agieren.

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