Nintendo kassiert Shop-Namen ein

Erst beklaut, jetzt Namen verloren

News Flo Merz

Zu Beginn des Jahres ging eine Meldung durch das Internet, die in der TCG-Community für Aufsehen sorgte: Ein in New York ansässiger Kartenladen namens The Poke Court wurde von mehreren bislang unbekannten Tätern überfallen. Unter Androhung von Waffengewalt erbeuteten die Räuber Pokémon-Karten im Wert von über 100'000 US-Dollar. Nun sorgt ein weiterer Vorfall rund um den Shop für Schlagzeilen – diesmal juristischer Natur.

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Der mittlerweile unter dem Namen The Trainer Court bekannte Laden gab via Instagram bekannt, eine offizielle Mitteilung von einem Anwaltsteam von Nintendo erhalten zu haben. Darin äussert der Konzern Bedenken hinsichtlich des bisherigen Namens sowie der Gestaltung des Logos, da diese zu stark an die Pokémon-Marke angelehnt seien. Infolgedessen entschied sich der Shop zur Umbenennung, um möglichen rechtlichen Konsequenzen zuvorzukommen.

In dem Statement bedankte sich das Team zudem erneut bei der Community, die nach dem Überfall ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht hatte. Gleichzeitig machte der Laden deutlich, dass es sich bei dem Vorfall keineswegs um einen Einzelfall handle. Auch andere TCG-Shops seien zuletzt ins Visier von Kriminellen geraten. So wurde unter anderem LA Sports Card in Burbank überfallen, wobei ebenfalls Pokémon-Karten im Wert von rund 100'000 US-Dollar entwendet wurden.

Die jüngsten Ereignisse werfen erneut ein Schlaglicht auf den stark gestiegenen Marktwert seltener Sammelkarten. Besonders Pokémon-Produkte gelten mittlerweile nicht nur als begehrte Sammlerstücke, sondern zunehmend auch als lukratives Ziel für organisierte Kriminalität – ein Umstand, der viele Ladenbesitzer vor neue sicherheitstechnische und rechtliche Herausforderungen stellt.

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