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Batman: Arkham Knight

„Wir hatten schon Angst nur ein Batmobil-Rennspiel abzuliefern“

Vorschau Benjamin Kratsch

Batman: Arkham Knight im grossen Special. Wir haben uns Dax Ginn von Rocksteady geschnappt, ihm ein Diktiergerät unter die Nase gehalten und Fragen gestellt, die über Gothams Zukunft entscheiden könnten: Warum fährt Batman eigentlich Batmobil? Warum ist Gotham immer so leer und müssen jedes Mal alle Zivilisten evakuiert werden, obwohl die in den Filmen eine durchaus zentrale Rolle spielen. Wie geht man eigentlich das Redesign eines derart ikonischen Autos an und würde es nicht Sinn machen für das Fahrverhalten Rennspiel-Spezialisten anzuheuern? 10 neue „Batman: Arkham Knight“-Preview-Screens legen wir oben drauf. „Batman: Arkham Knight“-Mega-Preview, präsentiert vom GAMES.CH-Osterhase.

Wie geht man das Redesign eines so ikonischen Fahrzeugs wie dem Batmobil an? Einem Auto, das mehr eine Mischung aus Panzer und Kampfjet mit vier Rädern ist als ein klassisches Auto?



Screenshot Dax Ginn: Nun, das ist eine gigantische Herausforderung. Aber unser Studio besteht quasi nur aus „Batman“-Nerds. Wenn man so lange wie wir an einer Marke arbeitet – ganze sieben Jahre - dann wird man irgendwann auch Teil dessen und begreift sie als Teil seines Lebens. Sefton Hill, unser Game Director hat sein halbes Haus mit Batman-Statuen und Devotionalien dekoriert. Aber um auf deine Frage zu antworten: Wir haben lange überlegt welches Batmobil richtig gut passen könnte. Ihr seid ja damit auch schon in „Arkham Origins“ durch die Nacht gerauscht, allerdings nur in einer Zwischensequenz. Hier hingegen ist es der Co-Star. Es geht also nicht rein ums Design, sondern die Form muss zu seiner Funktion passen. Mit dem Batmobil könnt ihr in „Arkham Knight“ ganze Häuserwände durchbrechen, da passte das Hot-Wheel-Design einfach nicht. 


Habt ihr eigentlich Autodesigner im Team oder woher kommt eure technische Expertise?

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Dax Ginn: Wir haben jetzt keinen Designer von BMW oder Aston Martin im Team, aber sehr viele Features eines Autos lassen sich ja heute technisch sehr gut messen. Letztlich geht es um Glaubwürdigkeit, um Authentizität. Darum mit sich selbst ehrlich zu sein und sich immer die Frage zu stellen: würde das jetzt wirklich mit diesem Gewicht, diesem Radstand und diesem Fahrmodell sowie dieser Bereifung funktionieren? Das Hot-Wheel-Modell mit seinem Dragster-ähnlichen Design hatte einen recht niedrigen Radstand, das Auto war ja insgesamt sehr tief gelegt. Das funktionierte gut für die Auffahrt in die Hochsicherheitseinrichtung von Arkham.

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Aber es hätte nicht zu unebenem Boden gepasst und dem Kurvenverhalten, was wir für Gotham brauchen. Das Batmobil ist jetzt sehr viel höher gelegt, arbeitet mit sehr grossen Reifen und mächtiger Federung um auch den Aufprall aus grösserer Höhe abfedern zu können. Wir haben also sehr viel experimentiert, vor allem auch mit unterschiedlichen Materialien, Formen des Kotflügels, verschiedenen Aufhängungen und Fahrwerken. Ich weiss noch das wir mal ein Design hatten, das wirkte noch sehr viel martialischer, hatte deutlich stärkere LED-Scheinwerfer. Aber das passte nicht so ganz, das war mehr „Iron Man“ als „Batman“. Er liebt nicht so sehr den grossen Auftritt, ergo sind wir von dem Showeffekt wieder etwas weg. Das finale Batmobil wirkt jetzt wie ein Panzer, ein bisschen vielleicht wie die amerikanische Präsidentenlimousine: Martialisch, aber sehr schnell, sehr leistungsfähig. 


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