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Mortal Kombat X - Test

Nicht nur brutal, sondern rundum gelungen

Test Alain Jollat getestet auf PlayStation 4

Endlich erwachsen

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Wenn sich Entwickler Netherrealm mit einem einen grossen Gefallen getan hat, dann mit dem Reboot der Serie und der neuen Story. Denn nach "Mortal Kombat Deadly Alliance" wirkte die eh schon verwirrende Story endgültig absurd. Gut, dass man einen neuen Anlauf genommen hat, denn dieser erweist sich in der Story von "Mortal Kombat X" als wahrer Segen. Die bekannten Kämpfer wie Johnny Cage, Sonya Blade, Jax oder auch Kano erhalten in der wirklich grandios inszenierten Story eine Charaktertiefe, wie sie bisher noch bei keinem anderen US-amerikanischen Prügler gesehen wurde. Notabene auch bei vielen asiatischen Genre-Vertretern nicht. Während wir die Story vom Vorgänger noch als B-Movie-würdig abgekanzelt haben, lässt sich die Geschichte – und vor allem die Darsteller selbst – wirklich sehen. Fights in den Cutscenes wie im High-Budget-Actionstreifen, mehr als nur eine Handvoll unterhaltsame Dialoge, der Verzicht auf allzu billige Sprüche und ab und an auch noch ein paar Quick-Time-Events. Dieses Mal ist die Story wirklich sehens- und spielenswert.

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Ein kleiner Einschub für alle, die den Vorgänger nicht gespielt haben: Die Story ist eingeteilt in mehrere Kapitel, in jedem Kapitel übernehmen die Spieler einen Kämpfer und zwischen den Matches spielt sich die Geschichte um "Mortal Kombat" weiter. Die Geschichte setzt an jener des "Mortal Kombat"-Reboots an und verwendet auch Techniken wie Zeitsprünge und Rückblenden.

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Einen weiteren Fortschritt haben die Entwickler übrigens auch in Sachen Darstellung der weiblichen Kämpfer gemacht. Anita Sarkeesian dürfte mit ihren beachtenswerten Werken über die Rolle der Frau in Games nicht unschuldig gewesen sein: Die Brüste der Frauen werden endlich auch als solche dargestellt und nicht einfach nur als Titten. Die Kleidung der Kämpferinnen ist endlich zweckdienlich und nicht einfach nur aufreizend. So trägt Sonya Blade endlich eine Uniform, der einer Sondereinheit und nicht einer Stripperin würdig ist. Mileena und Katana zeigen zwar immer noch vergleichsweise viel Haut, tragen aber tatsächlich eine Kleidung und keine Stofffetzen, die gerade so eben das Nötigste verdecken.

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