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Mortal Kombat X - Vorschau

Auch im zehnten Teil der Serie wird mit kreativen Brutalitäten wirklich nicht gegeizt.

Vorschau Ulrich Wimmeroth

B-Movie als Kampagne

Es ist kein grosses Geheimnis, das 1992 die Serienschöpfer eigentlich ein Spiel machen wollten, in dem der damalige Actionstar Jean-Claude van Damme der alleinige Held sein sollte. Die Idee hat sich nicht durchgesetzt, der durchtrainierte Belgier blieb Mortal Kombat aber trotzdem erhalten. Und zwar als Vorbild der Figur des, von sich sehr überzeugten, Hollywood-Schauspielers Johnny Cage. Und genau dieser spielt auch in der Kampagne die tragende Rolle. Aufgemacht wie ein B-Movie der 1980er und frühen 1990er Jahre, der Hochzeit der um die Wette posenden Actionhelden, geht es flott zur Sache. Es beginnt in einem Kampfhubschrauber, der Johnny Cage und einen Trupp Spezialeinheiten, unter ihnen auch die eingangs erwähnten vier Jungspunde, zu einem Einsatz bringen soll.

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Nach ein paar einleitenden Worten, geht es dann direkt zur Sache. Sub-Zero und Scorpion tauchen auf und es entbrennt ein wilder Kampf in dem beengten Raum. Untypisch wechselt der Bildschirm bei der Konfrontation allerdings nicht in den bekannten Eins gegen Eins Ausschnitt, sondern erstmal dürfen wir uns mit ein paar Quick Time Events begnügen. Das soll die Spieler bei der Stange halten, bis die Geschichte so richtig ins Rollen kommt, erklärt uns Hans Lo, der Senior Producer des Spiels später im Interview. Und tatsächlich bleibt es, zumindest in dem spielbaren Kapitel, bei nur wenigen Fingerübungen. Während die Geschichte der letzten 25 Jahre und die nun drohende Katastrophe mit schnellen Schnitten und reichlich filmreifer Action erzählt wird, lernen wir auch die Charaktere besser kennen. Auf der einen Seite schlagen sich die Earthrealm-Einheiten unter der Führung der Cage-Familie durch die Outworld-Horden, auf der anderen kämpft Blitzgott Raiden gegen den Oberfiesling Shinnok. Zwischendurch muss dann auch immer wieder ein Zweikampf gegen die auftretenden Schurken bestritten werden. Mit etwa vier bis fünf Stunden Spielzeit, so verrät uns Hans Lo, ein durchaus knackiges, wenn auch im Vergleich zum Vorgänger recht kurzes Vergnügen.

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