Sébastien Loeb Rally EVO - Vorschau

Wir wollen puren Realismus bieten! – Ein Besuch in den Milestone-Studios.

Vorschau Ulrich Wimmeroth

Hör auf deinen Motor!

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Nein, „Sébastien Loeb Rally EVO“ soll kein Arcade-Spiel werden. Der Spieler soll lernen mit dem Fahrzeug umzugehen, und so nahe dran an einem richtigen Rennen sein, wie es die aktuelle PC- und Konsolentechnik erlaubt. Da bedeutet, dass das Spiel einer Simulation schon sehr nahe kommt, und gnadenlos auf Fahrfehler reagiert. Die Lernkurve ist steil, Frust vorprogrammiert. Aber mit der Zeit – und nach einigen üblen Totalschäden und peinlichen Rennzeiten – lerne ich die Strecken auswendig kennen, bekomme ein Gespür für die Möglichkeiten meines Fahrzeugs. Ich höre auch endlich meinem Copiloten zu, wenn er mir Hinweise zu den Streckenabschnitten gibt. Interessant: Für das Gebetsbuch, wie im Rallysport die Ansagen genannt werden, wurden keine professionellen Sprecher engagiert, sondern echte Beifahrer sorgen für die Sprachausgabe.

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Trotzdem bleiben Unfälle an der Tagesordnung und jeder zeigt seine Auswirkungen. Je nach gewählter Kameraperspektive, sehe ich das Ergebnis einer Landung in der Böschung. Gesprungene Scheiben, kaputte Scheinwerfer, ein abgerissener Rückspiegel. Schwerer wiegen aber die nicht sichtbaren Folgen meiner Fahrfehler. Eine beschädigte Federung, lässt mein Auto schwanken und ausbrechen, eine kaputte Übersetzung vermiest mir das Schalten, ein geplatzter Reifen, lässt mich auf den Felgen ins Ziel torkeln. Keine Anzeige auf dem Bildschirm weist mich auf die Schäden hin, keine rote Leuchte lässt mich erahnen, dass mir langsam der Wagen auseinanderfällt. Ich muss das geänderte Fahrverhalten spüren, auf das ordentliche Force-Feedback achten, dass mir einen Hinweis auf Probleme gibt. Das ist von den Entwicklern genial gelöst. Ein Tipp: Nach einem besonders üblen Crash, kann die Zeit ein paar Sekunden zurück gedreht werden. Vorausgesetzt, die Funktion wurde als Hilfe aktiviert, rettet man sich so noch einmal vor dem Verlust des Rennens.

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