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Split/Second

Weil die Grösse eben doch zählt

Test Alain Jollat getestet auf PSP

Es kommt nicht von ungefähr, dass wir uns immer grössere TV-Bildschirme in die heimelige Stube stellen oder Action-Filme in den Kinos mit den gigantischen Leinwänden reinziehen. Riesige Explosionen, rasend schnelle Verfolgungsjagden und Driftmanöver, wo Millimeter über Sieg oder Niederlage, Sein oder Nicht-Sein, Leben oder Tod entscheiden. Und doch: Das Action-Rennspektakel "Split/Second" feiert seine Premiere im Hosentaschenformat und verspricht dieselben Adrenalin geladenen Momente wie auf den grossen Konsolen für unterwegs.

Programmdirektoren haben es heutzutage nicht leicht. Um dem eigenen TV-Sender das Überleben (und sich selbst natürlich den eigenen Hintern) zu sicher, müssen hohe Marktanteile her. Sonst lassen sich die Werbeplätze nur schlecht verkaufen. Während man in der Realität mit der Suche nach Talenten, Promis zwischen Krabbeltier und Quizshows mit Millionengewinn um die Gunst des Zuschauers buhlt, versucht es der fiktive TV-Sender "BRTV" mit einer waghalsigen Rennshow der Extraklasse.

Auf präparierten Strecken, die eigens für diese Sendung aufgebaut wurden, kämpfen verschiedene todesmutige Piloten nicht nur um den Sieg, sondern auch ums Überleben. Die Strecken sind nämlich gespickt mit einer grossen Anzahl an Fallen, die den eigenen fahrbaren Untersatz innerhalb eines Augenblicks in einen dampfenden Schrotthaufen verwandeln. Das Beste dabei ist: Die Fallen können von den Fahrern selbst ausgelöst werden. Mit einer sauber getimten  Auslösung kann man sogar mehrere Fahrer auf einmal aus dem Verkehr ziehen.

Wobei wir dann auch schon beim ersten Problem wären: Während in der Wirklichkeit die Fahrer der in die Unfälle verwickelten Fahrzeuge vermutlich nur noch als Fleischklöppse von der Windschutzscheine zu kratzende Überreste ihrer selbst sind, bekommt man bei dieser TV-Sendung eine zweite, dritte, vierte und wenn das noch nicht reicht, auch eine fünfte und sechste Chance, das Malheur wieder gutzumachen. Ist ja nur ein Spiel.
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Alles drin**

Das Gameplay hat sich erfreulicherweise nicht verändert. Wir rasen mit den schnittigen und coolen Flitzern verschiedener imaginärer Autohersteller über die präparierten Rennstrecken. Wer gut driftet, sich im Windschatten des Vordermanns hält und knapp an den ausgelösten Fallen vorbeifährt und entkommt, der wird mit Powerplays belohnt. Und wer drei Powerplays eingesammelt hat, der darf im richtigen Moment ein Über-Powerplay auslösen, bei dem in aller Regel kein Stein mehr auf dem anderen stehen bleibt. Einstürzende Gebäude und Brücken, die Gegner unter sich begraben und auch den einen oder anderen Einfluss auf die Streckenführung haben können. Es können aber auch Abkürzungen freigeschaltet werden, um den Rückstand auf die Führenden zu verringern.

Einzige Bedingung ist: Die anderen Fahrer müssen, wenn sie in die Nähe der Fallen kommen, in Sichtweite sein. Dann erscheint ein Icon über deren Auto und zack, das Powerplay kann eingesetzt werden.

Natürlich bleibt es nicht nur bei den regulären Rundstrecken, auch andere Spielmodi, die wir von den "grossen" Konsolen her kennen, fanden den Weg auf die UMD der PSP.

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