Max Payne 3

Wie Jack Bauer: Leben und Sterben in New York

Vorschau Benjamin Kratsch

Last Chance – letzte Chance

 

Der Don schickt weitere Männer rein, das Blut verteilt sich auf Möbeln, Schränken und bespritzt ein Bild von Mona, das einzige andenken das Max an sie hat. Und dann passiert es: Er passt kurz nicht auf, verlässt die Deckung und eine Ladung Schrot reisst ihm den Bauch auf. Doch Max wäre nicht Max, wenn ihn ein Schuss umnieten könnte. Er trägt eine kugelsichere Weste, ergo spendiert ihm Rockstar das sogenannte "last chance" "letzte Chance"-Feature. Schafft er es ergo am Boden liegend in Zeitlupe seinen Killer umzulegen, regeneriert er wieder. Treffen wir nicht, heisst es Game Over und wir müssen neu laden. Ohnehin ist die Action schlicht absurd gut inszeniert und schlägt jedes "Matrix" um Längen. Wir können also ganz endlich sagen: Max is back. Das Gameplay fühlt sich wie nach Hause kommen an. Als würden keine neun Jahre zwischen "Max Payne 2" und dem neuen Teil liegen. Es ist Old-School-Action ohne automatisches Regenerieren der Gesundheit. Nach wie vor müssen die guten alten Painkiller eingeworfen werden und wollen Medipacks benutzt werden.

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Max Payne – und er wird ihnen Schmerzen bringen

Das was in "Max Payne 3" über den Bildschirm flimmert, ist eigentlich nur als Adrenlin-Rausch zu verstehen. Der pure Wahnsinn wie die Max seine Muskeln lockert, die Desert Eagle fest im Griff, mit einem Hechtsprung zwei Meter vor seine Gegner fliegt und ihnen noch im Sprung Kopfschüsse verpasst. Es ist wie "24" und Max ist brutal wie Jack Bauer in seiner letzten Staffel. Wobei "Max Payne 3" die Gewalt deutlich extremer in den Vordergrund stellt und Schüsse beispielsweise anatomisch korrekte Todesanimationen auslösen. So trifft eine Kugel den Hals seines Opfers, das spuckt Blut und erstickt. Einem anderen feuern wir mit der Schrotflinte ins Bein, er hält sich den Schenkel, fällt hin, versucht aus der Todeszone wegzurobben. Schlagen 9 mm-Patronen in den Bauch eines Opfers ein, bricht es einfach nur zusammen. Wird ein halbes Magazin eines M4-Sturmgewehr in den Körper gepumpt, zappelt er und stirbt dann. Feuern wir gar mit einer abgesägten Schrotflinte, wird unser Gegner vom Druck des Schrots gegen die nächste Wand geschleudert.

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