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BattleForge

Meister der Kartenleger

Test Guest getestet auf Filme

Mit "BattleForge" bringt uns Electronic Arts ein etwas anderes Strategiespiel. Mittels Spielkarten werden mächtige Armeen beschworen und verheerende Zauber ausgesprochen. Da dies in Echtzeit geschieht und nicht Runden basiert, wirkt das Ganze sehr dynamisch. Wir haben mal genau nachgesehen, ob das Spiel sich so zum Vorzeigeexemplar mausert oder sang- und klanglos im digitalen Nirwana verschwindet.

Es steht schlecht um Nyn, die einstmals reiche und fruchtbare Welt wurde von den Göttern verlassen und ihre alte Sonne ist vergangen. Ein seltsames Zwielicht umgibt den Planeten und bringt schreckliche, böse Kreaturen mit sich, die nach der Vernichtung jeglichen Lebens trachten. Im Tausch gegen all die Schätze und Kostbarkeiten, die die Menschheit damals besass, versprachen ihnen die Riesen eine neue Sonne zu erschaffen und an den Himmel zu schleudern. Doch sie wurden alle hintergangen, ihre Schätze gestohlen, und die Menschen erbarmungslos gejagt.
Hier kommt ihr ins Spiel: Als Himmelsfürst mit mächtigen magischen Fähigkeiten ausgestattet, greift man in das Geschehen auf Nyn ein, um die Menschheit zu retten, erweckt legendäre Helden und längst vergessene magische Kreaturen zu neuem Leben und entfesselt Feuersbrünste oder Eisstürme. Uralte Wachtürme erheben sich auf unseren Fingerzeig aus dem Boden und bringen den Feinden ihren sicheren Tod. Wählt dazu eine der vier möglichen Fraktionen aus - Feuer, Frost, Natur oder Schatten - und führt diese zum Sieg.

Das Spielsystem bleibt dabei denkbar simpel: Vor jedem Spiel, ob dies nun eine Mission oder ein Duell ist, mischt der Spieler sein Deck. Die darin enthaltenen Karten kann er danach in einer Schlacht, in Echtzeit, einsetzen und so Einheiten, Gebäude und Zauber beschwören. Dazu braucht es allerdings zwei Dinge: Leerenenergie und eine oder mehrere Sphären (Orbs), die das gleiche Attribut besitzen wie die Spielkarte. Diese Orbs sind im Spiel sehr entscheidend. Je mehr man davon besitzt, umso mächtigere Einheiten kann der Spieler damit beschwören. So ist es beispielsweise zu Beginn nicht möglich, einen starken Aschen-Pyromanen oder gar einen tödlichen Himmelsdrachen herbeizurufen. Das Deck lässt sich ganz individuell auf jeden Spieler abstimmen. Jedes Volk hat seine Besonderheiten, Stärken und Schwächen. Natureinheiten verwurzeln sich, um mit gemeinsamer Stärke anzugreifen und können sich heilen. Frosteinheiten sind grundsätzlich sehr zäh und haben eine hohe Verteidigung. Die Völker lassen sich auch untereinander mischen. Diese Methode hat aber nicht nur Vorteile, da Orbs oft sehr spärlich vorkommen, kann es sich auch als Nachteil entpuppen, wenn man mit zwei verschiedenen Völkern spielt. So kann man beispielsweise nur die mittlere Karten des jeweiligen Volks ausspielen, da die stärksten Karten meist drei oder vier Orbs der gleichen Farbe benötigen. Wenn das Deck zur Zufriedenheit des Spielers zusammengestellt wurde, geht es auch schon los in die Schlacht.

Die ersten Missionen bestreitet man noch alleine gegen den Computer, aber bald schon sind auch Kooperativ-Missionen mit bis zu elf verbündeten Spielern möglich. Die Ziele sind denkbar unterschiedlich und beinhalten meistens mehrere Siegesbedingungen. Ein Held oder eine Basis soll überleben, während es unsere Aufgabe ist, einen speziellen Gegner ausfindig zu machen und zur Strecke zu bringen. Bei einer anderen Mission müssen wir zu zweit gegen einen übermächtigen Gegner kämpfen, der alle paar Minuten mit einem Grossangriff auf einen der beiden Spieler zielt. So muss abwechselnd einmal die Basis verteidigt und ein anderes Mal ein Ausfallangriff geführt werden. Gerade solche Missionen, die eine gewisse Teamdynamik mit sich bringen, machen viel Spass. Oft werden auch Nebenziele angeboten, welche die Belohnung am Schluss erhöhen. Der Computergegner reagiert oft mit Scripts, d. h. er greift an, wenn ein bestimmtes Ereignis passiert oder eine bestimmte Stelle erreicht wurde. Die Truppen, die er regelmässig entsendet, sind oft gleich zusammen gestellt und laufen in direkter Linie zu den Gebäuden und Einheiten des Spielers. Die KI reagiert auch teils bei weit entferntem Beschuss nicht und lässt sich so leicht aus der Distanz ausschalten.

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