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Metal Gear Rising: Revengeance

Blade Wolf-DLC: Mit dem Wuffi auf Schnitzeljagd

Test Christian Sieland getestet auf Xbox 360

Mit „Metal Gear Rising: Revengeance“ hat Publisher Konami im Februar dieses Jahres ein Titel veröffentlicht, der in der Spielerschaft auf gemischte Gefühle traf – die einen fanden den Stil zu blutig, für die anderen war der Mix aus Martial-Arts-Kampf und Ballerei genau richtig. Mit dem zweiten Addon, welches vor wenigen Wochen erschien, möchte Konami auch noch die letzten Zweifler überzeugen. Ob ihnen das mit dem DLC „Blade Wolf“ wirklich gelingt, zeigt euch unser Test!

„Metal Gear Solid“ stand schon immer für eine ordentliche Portion Action zusammen mit knackigen Schleich- und Tarneinlagen. Mit „Metal Gear Rising“ verzichteten die Entwickler auf letztere Features und katapultierten den Spieler in die Haut von Raiden. Raiden ist ein waschechter Soldat und lässt dies die Gegner und vor allem den Spielern auch spüren. Ohne jegliche Schleich-Passagen stürmt ihr mit einem hochtechnisierten Schwert durch schlauchartige Levels und schnetzelt euch durch alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Dieses Prinzip stiess bei den Spielern teilweise auf heftige Kritik – das machte sich auch bei den relativ schlechten Verkaufszahlen bemerkbar.

Nichtsdestotrotz veröffentlichten die Entwickler kurz nach dem Release das erste DLC-Package. Mit dem Titel „Jetstream“ bekam der Spieler neue Gebiete und neue Feinde. Allerdings wirkten Zonen aufgewärmt, Feinde austauschbar und die kurze Spielzeit von ca. 2 Stunden verwandelten den DLC in eine echte Kostenfalle.

Jetzt hat Konami den nächsten DLC mit dem Titel „Blade Wolf“ veröffentlicht. Ob die Jungs mit diesem Titel die alten Fehler ausmerzen können und ob sich der Kauf wirklich lohnt, verraten wir euch in unserem Test. Screenshot

Gameplay

Habt ihr euch den Blade-Wolf-DLC erfolgreich heruntergeladen, könnt ihr im Hauptmenü des Spiels eine neue Kampagne starten. Diesmal übernehmt ihr allerdings nicht die Rolle von Raiden, sondern werdet mit einem völlig neuen Hauptcharakter vertraut gemacht – dem Blade-Wolf. Wie der Name vielleicht vermuten lässt, handelt es sich hierbei um einen gepanzerten Wolf, der mit einer grossen Motorsäge ausgestattet ist. Seine Rüstung kann sich durchaus sehen lassen und hüllen das Tier in ein cooles Gewand.

Doch zurück zum eigentlichen Spielprinzip vom Blade-Wolf-DLC. Ihr startet den Story-Modus und steuert den mechanischen Hund durch zahlreiche Szenarios. Um Feinde niederstrecken zu können, besitzt ihr zahlreiche Spezialmanöver. Zum einen könnt ihr feindliche Truppen mit besagter Motorsäge vernichten oder sie mit vertikalen und horizontalen Hieben ausschalten. Die Animationen wirken alle sehr flüssig und machen den Kampf sehr dynamisch. Leider haben wir bereits nach wenigen Momenten alle Facetten des Roboter-Wolfes gesehen. Einen Drehangriff, dann einmal einen Schwung mit der Säge und vielleicht noch einmal Distanz-Angriff. Der Blade-Wolf besitzt keine Upgrade-Möglichkeiten, weswegen sehr schnell Langeweile auftritt. Die Kämpfe sind, wie bereits erwähnt, zwar dynamisch und flüssig, wirken aber schnell austauschbar. Hier hätten wir uns Talentbäume oder ähnliche Features gewünscht.

Das einzige, was die Kämpfe etwas spannender gestaltet, ist die Ausweichen-Funktion. Anders als Raiden könnt ihr mit dem Blade-Wolf nämlich keine Angriffe mit eurer Waffe blocken, sondern müsst ihnen geschickt ausweichen. Das stellt sich vor allem bei grösseren Gegnern als knifflig heraus. Hier haben wir einige Anläufe benötigt, damit wir letztendlich einen Sieg verstreichen durften.

Apropos Gegner: Bei den Feinden haben sich die Entwickler hauptsächlich dem Pool des Hauptspiels bedient. Die Gegner-Modelle haben wir bereits alle schon einmal gesehen und besiegt. Auch hier hätten wir uns neue Modelle und Typen gewünscht. Leider hinterlässt der finale Bosskampf auch keinen bleibenden Eindruck. Der Kampf ist zwar schwierig, allerdings bleibt er uns sicherlich nicht dauerhaft in Erinnerung.

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