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Sonic & SEGA All-Stars Racing

SEGA bläst zum Angriff auf MarioKart

Test Guest getestet auf Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2

Und erneut stellt sich ein Fun-Racer dem Kampf den ewigen Genre-König "MarioKart" vom Thron zu stossen. Dazu versammelt SEGA seine sämtlichen Aushängeschilder in einem Spiel. Ob dies reicht, den schnäuzbärtigen Klemptner und seine Freunde in Bedrängnis zu bringen, erfahrt ihr in unserem Test.

Wenn man es kurz und knapp auf den Punkt bringen wollte, dann könnte man sagen, dass "Sonic & SEGA All-Stars Racing" ein "MarioKart"-Klon mit anderen Charakteren und Strecken ist. Doch ganz gerecht wird dies dem Titel nicht, da er auf den zweiten Blick doch noch mehr zu bieten hat. Grundsätzlich geht es darum als Erster durchs Ziel zu kommen. Dabei sollte man nicht nur ausgiebig vom durch Dirfts aufladbaren Boost Gebrauch machen, sondern auch auf die auf den Strecken verteilten Items zurückgreifen. Mit Raketen, Boxhandschuhen oder sichtverschleierden Regenbogen kann man seinen Kontrahenten so das Leben schwer machen, und nur wer alle Mittel gegen seine Computermitstreiter einsetzt, hat überhaupt eine Chance aufs Podest zu fahren. Die KI-Gegner entpuppen sich nämlich schon auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad als ziemlich harte Brocken, denen man kaum hinterherkommt.

Bunt, bunter, All-Stars Racing
Das Fahrerfeld besteht ja bekanntlich aus bekannten SEGA-Charakteren, wie Shenmue, AiAi oder dem durchgeknallten Affen aus "Samba de Amigo". Letztgenannter hat auch mit Abstand eine der verrücktesten Strecken zu bieten, die die Entwickler wohl in Anlehnung an einen psychedelischen LSD-Trip programmiert haben. Aber auch die anderen Strecken, die thematisch an Levels aus "Sonic the Hedgehog" oder "Super Monkeyball" angelehnt sind, müssen sich in Sachen ausgefallenem Leveldesign nicht verstecken. Eines ist jedenfalls allen Strecken gemeinsam, sie sind so unglaublich bunt und schrill, das der Karneval in Brasilien dagegen wie ein grauer Wintermorgen wirkt.

Qual der Wahl
Bei den Fahrern hat man die Qual der Wahl: schnell beschleunigen und gut steuerbar oder hohe Endgeschwindigkeit, dafür nicht so gut im Driften – unter den 20 Fahrern sollte jeder den für sich passenden finden. Mit der Zeit darf man im Shop neben Goodies auch neue Charaktere freischalten, wie z.B. den Typ mit seinem Ferrari aus "OutRun". Jeder Fahrer hat zudem einen eigenen Special Move, mit dem man das Feld schon Mal von hinten Aufräumen kann. Anfänger sollten zu Beginn auch einen Fahrer mit gutem Kurven- und Driftverhalten zurückgreifen, da dies essenziell für eine Sieg ist. Durch drücken von R2 stellt sich das Fahrzeug quer und man kann ohne Geschwindigkeitsverlust durch Kurven gleiten. Dabei lädt man einen Turbo in drei Stufen auf, der einen ordentlichen Schub verleiht. Da das Handling aber extrem gutmütig ausgefallen ist, dürften auch Grobmotoriker schnell mit der Spielmechanik zurecht kommen.

Mehr Spieler, mehr Spass
Wie alle Fun-Racer macht auch "Sonic & SEGA All-Stars Racing" erst mit weiteren Mitspielern so richtig Spass. Und hier schöpft der Titel dann auch aus dem Vollen. Neben einem Splitscreen für bis zu vier Spieler an einer Konsole, gibt es auch Onlinerennen und diverse Minispiele. Die unterscheiden sich zwar alle nicht grossartig, können in einer witzigen Runde aber durchaus für Unterhaltung sorgen. Vor allem der Ballonkampf, hat es mir angetan, da er quasi eine 1:1-Kopie des "Battle-Modus" aus dem "Super Mario Kart" für das SNES ist. Der Kampfmodus aus "All-Stars Racing" ist dann auch tatsächlich besser wie das mittlerweile völlig verunstaltete Pendant aus "MarioKart Wii", aber ansonsten kann die Raserei um Sonic und seine Freunde dem Vorbild aus dem Hause Nintendo nicht das Wasser reichen. Dies liegt zum einem am unübertroffenen genialen und ausbalancierten Gameplay  von "MarioKart", aber auch daran, dass in "All-Stars Racing" bei hohem Gegneraufkommen die Frame Rate schon mal in den Keller geht und das Ganze dann ruckelt wie ein Daumenkino.

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