Games.ch

Skate 3

Immer wieder gut

Test Nico getestet auf Beachlife: Virtual Resort

Viele Jahre wurde das Genre der Skateboardsimulationen von der "Tony Hawk"-Reihe angeführt. Als Electronic Arts aber mit der erfolgreichen „Skate“-Reihe auch auf diesem Markt Einzug hielt, endete die Herrschaft. Erst Recht, nachdem „Tony Hawk Ride“ völlig missglückte. Ob der dritte Ableger der "Skate"-Reihe dem Titel der besten Skateboardsimulation gerecht wird, lest ihr hier.

Wie ihr aufs Brett steigt

Startet ihr zum ersten Mal „Skate 3“ bekommt ihr ein äusserst aufwendiges Intro gezeigt. Dieses lässt schon erahnen, dass man keine Kosten und Mühen für eine gelungene Fortsetzung gescheut hat. Erst Recht nicht, als euch Jason Lee (Hauptdarsteller in „My Name is Earl“) als euer Trainer mit der grundlegenden Steuerung vertraut macht. Doch zuerst gilt es einen eigenen Profiskater zu erstellen. Der Editor lässt euch dabei keine Wünsche offen, von Klamotten über Tattoos bis hin zu Skateboards könnt ihr praktisch alles auf euren Geschmack anpassen. Anfänglich ist der Editor zwar noch mit wenigen Markenklamotten (és, etnies etc.) ausgestattet, doch durch gewonnene Challenges kommen später mehr Inhalte hinzu. Seid ihr mit eurem Charakter zufrieden, könnt ihr euch endlich aufs Brett schwingen.

Wie ihr das Brett steuert

Die "Skate"-Reihe zeichnet vor allem die authentische Steuerung aus. Glücklicherweise tut sie das auch in „Skate 3“. Im gelungenen Tutorial erlernt ihr das steuern mit dem linken Analogstick und das Tricksen mit dem rechten Analogstick. Die Tricksteuerung ist dabei wie jedes Jahr äusserst gelungen. Denn mit dem rechten Stick ahmt ihr quasi den realen Bewegungsablauf nach. Für einen Ollie beispielsweise bewegt ihr den rechten Stick herunter und gleich wieder hoch und für einen Manual den rechten Stick leicht nach hinten oder für einen Nose-Manual nach vorne. Im Tutorial werdet ihr noch mit weiteren Tricks wie Flips, Grinds oder Grabs vertraut gemacht, die allesamt gut funktionieren. Alle restlichen Tricks könnt ihr jederzeit auf dem Startbildschirm einsehen. Dort seht ihr auch wie ihr diese ausführt.  Bei der PS3-Version von „Skate 3“ ist ein grosser Kritikpunkt, dass die Steuerung stellenweise ungenau ist und sie viel Fingerspitzengefühl erfordert. Bei der Xbox360-Version ist das grundsätzlich nicht so. Dies hat den einfachen Grund des (in diesem Fall) besseren Controller der Xbox 360. Trotzdem benötigt auch hier das richtige Ausführen einiges an Fingerspitzengefühl. Es gilt – wie im realen Leben – Übung macht den Meister.

Auf die Strassen

Nachdem ihr das Tutorial abgeschlossen habt, könnt ihr endlich die Stadt betreten. Diese ist grosszügig aufgebaut und bietet eine grosse Anzahl an coolen Spots. Solltet ihr euch verirren, könnt ihr euch durch die Karte jederzeit an den gewünschten Ort zurückversetzen. Alternativ könnt ihr auch Markierungen setzen, zu denen ihr auch zurückversetzt werdet. Wie bereits erwähnt, bietet die sehr grosse Stadt jede Menge cooler Spots, trotzdem gibt es auch einen kleinen Minuspunkt. Die Strassen wirken gähnend leer (obschon es einige Passanten hat), und daher wirkt die Stadt eher als riesengrosses Skateareal als eine moderne Stadt. Zum Glück kommt dies dem Spielfuss zu Gute.

Bild dir dein Label

Natürlich habt ihr auch ein Ziel in eurer Karriere. Zusammen mit einem Kameramann gründet ihr euer eigenes Skater-Label und müsst euch neben Grössen wie Vans und etnies beweisen. Ihr beweist euch indem ihr an Challenges teilnehmt oder Spots owned (d.h eine gewisse Anzahl an Punkten erreicht). Die Challenges sind dabei äusserst abwechslungsreich. Von Rennen über Trickcontests zu Teamherausforderungen bekommt ihr fast alles geboten. Für Multiplayer gibt es zudem einen ähnlichen Onlinemodus. Hier könnt ihr entweder mit Freunden eine Runde Skaten oder auch versuchen gegen Fremde Labels zu bestehen. Klasse!

Gewohnt gute Technik.

Von optischer Seite kann „Skate 3“ überzeugen. Zwar sind die Texturen auf mittlerem Niveau, aber Animationen und Charaktere wirken äusserst authentisch. Eine gewohnt herausragende Soundkulisse bleibt nicht vorenthalten. Die Tracklist ist einmal mehr mit Songs aus allen Genres bestückt und die Sprachausgabe überzeugt, besonders natürlich Jason Lee.

Kommentare