Taktisch komplettiert
Ausserdem ist es klasse dass ihr euren Kollegen rudimentär Befehle geben könnt. Team Blau sind die beiden Heavy Gunner, die mit ihren MGs für Sperrfeuer sorgen. Team Gold hingegen die Scharfschützeneinheit. Insofern bietet es sich an die Sniper als Vorhut vorrauszuschicken. Lage checken, Gegner gezielt und leise ausschalten, bis man bei grösseren Feindgruppen ankommt. Dann Scharfschützen oberhalb, beispielsweise auf einem Balkon liegend postieren, mit Heavy Gunnern Feind umgehen, zwei Granaten rein um die MG-Trucks lahm zu legen und den Feind im Sperrfeuer untergehen lassen.
Besonderes Lob verdienen ausserdem die vier Schleichmissionen, die sich stellenweise stark nach "Splinter Cell: Conviction" anfühlen. In denen übernehmt ihr die Spec-Ops-Spezialistin Park Yoon-Hee, Codename "45". Hier wird wenig geballert und viel geschlichen. Um beispielsweise an die schwer bewachte Kolonne eines Generals heranzukommen, die mitten in einer durch Panzer und Scharfschützen gesicherten Basis parkt, ist schon ein bisschen Geschick und gutes Timing gefragt.

****Kein "Call of Duty", dafür mit Move
Klar ist aber auch: "Socom 4" kann nicht mit "Call of Duty" oder "Bad Company 2" mithalten. Dafür ist die MAG-Engine einfach nicht ausgelegt, Effekte kommen nicht satt genug herüber und es fehlt an richtig grossen Momenten. Schön allerdings das Zipper Interactive die Missionen herrlich variieren. Vom Dschungel in U-Boot-Docks; von Luftwaffenstützpunkten bis in den Hafen, wo uns die Geschütze eines Tarnkappenschiffs erwarten. Ausserdem lassen sich Strassensperren, Fahrzeuge und Glasscheiben mit der nötigen Feuerkraft in ihre Einzelteile zerlegen. Insgesamt gehen die Entwickler von Zipper Interactive also in die richtige Richtung. Games.ch-Redakteur Benjamin hatte jedenfalls eine ganze Menge Spass beim Durchspielen der Kampagne. Zusätzlich haben die Amis eine sehr gute Move-Unterstützung integriert. Mittels Navigationcontroller prescht der eigene Recke vorwärts, der Motion-Controller lenkt das Fadenkreuz. Die Kalibrierung des Motion-Controllers geht tadellos vonstatten und nach nur kurzer Eingewöhnungszeit huschen die Spec-Ops über den Bildschirm als wäre das PS3-Pad eine Steuerungsmethodik aus einer anderen Galaxie. Absolut lobenswert!
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