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PlayStation Move

Move the Magic

Erster Eindruck Roger

Es war ein denkwürdiger Moment für viele, als Tom Cruise alias John Anderton im Film "Minority Report" vor einer transparenten Wand aus Glas stand, seinen Blick fokussierte, einen Handschuh überstreifte, und mit ruhiger Hand Bilder und Filmschnipsel über eine Scheibe gleiten zu lassen. Er vergrösserte einzelne Elemente oder schob Unwichtiges durch Wischen mit der Handfläche wieder zur Seite. Er berührt kein einziges der Bilder, er führt sie eher. Es war wie Magie…

Playstation Move ist wie Magie. Mit Move hat der Spieler das Geschehen sprichwörtlich in der Hand. Beim Boxen Schwinger austeilen, beim Fischen die Angelrute auswerfen, beim Volleyball ans Netz springen – wer schon mal Wii gespielt hat weiss was ihn erwartet. Denn die Technik ist ähnlich: Beschleunigungssensoren im Controller unterscheiden präzise zwischen hektischen und langsamen Bewegungen, ein Kreiselkompass bestimmt den Neigungswinkel, ein Magnetometer die allgemeine Ausrichtung des Move-Controllers. Ausserdem wird die Position des Controllers im dreidimensionalen Raum mittels mitgelieferter Playstation Eye-Kamera genau bestimmt. Und zwar anhand des leuchtenden Balls am oberen Ende des Gerät. Damit das auch funktioniert wenn bis zu vier Personen vor dem Bildschirm herumhampeln, kann der Knubbel seine Farbe wechseln, um die Controller unterscheidbar zu machen. Soweit zur Theorie, doch wie siehts in der Praxis aus?




Superb Baggern mit Playstation Move

Nein liebe Freunde, wir meinen nicht das Anbaggern von Sonys Messebabes… pardon Hostessen, sondern „Sports Champion“, welches wir erstmals auf Sonys Presseevent im Kölner E-Werk anspielen konnten. Selbst der grösste Beachvolleyball-König, hätte wohl nicht viel an der Steuerung aussetzen. Das Baggern fühlt sich wirklich realistisch an, weil man auch im Spiel beiden Hände zu einer Art Keil verbindet. Etwas schwammig ist das Pritschen, weil sich hier Höhe und Geschwindigkeit schwer beeinflussen lassen. Richtig cool wiederum kommt der Smash rüber – einfach mit dem Playstation Move-Controller richtig hart von Oben in Bogenform nach unten dreschen. Das Spiel erkennt sogar, wenn wir unsere Schlagkraft zurücknehmen und im letzten Moment den Ball nur übers Netz drücken. Erstklassig und wunderbar, um sein Gegenüber zu hastigen Fuchtelbewegungen zu bringen.

Etwas problematischer ist das Ganze beim Gladiatorenkampf. Warum? Weil Menschen nun mal gewinnen wollen. Ergo versucht jeder seinen Gegner mit gezielten Schwerthieben zu Fall zu bringen. Die Kontrahenten sind voll konzentriert, stechen zu, ducken sich, weichen aus. Resultat: Säbelrassler A drängt Nahkampfsau B aus dem Sichtfeld der Kamera. Daraufhin kommt es kurzfristig zu Eingabeaussetzern weil Move anders, als Kinect, über eine simple Kamera arbeitet und eben nicht über einen 3D-Körperscannner.

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