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Raskulls

Rennspiel ohne Autos?

Test Guest getestet auf Xbox 360

Im vergangenen Jahr haben Xbox-LIVE-Titel viele Spieler begeistert. So gab es mit „Limbo“ oder „Scott Pilgrim vs. The World: The Game“ (um nur zwei zu nennen) doch ziemliche Knaller. Dank solchen Spielen ist das Niveau im Spielemarktplatz zwar nicht unbedingt gestiegen, aber dafür die Messlatten der Spieler und Kritiker. Ein Spiel, das im Vorfeld als Mix aus „Bomberman“, „Mario Kart“ und „Castle Crashers“ bezeichnet wurde, dürfte doch gute Chancen haben, oder?

Diese Mixbeschreibung stimmt, denn „Raskulls“ (Kofferwort aus „Rascal“ [engl. Lausbube, Bengel] und „Skull“ [engl. Totenkopf]) kombiniert tatsächlich die Kernelemente der oben genannten Hammertitel. Und das weniger subtil, als man es zu Beginn erwarten würde. Das Spielkonzept von „Raskulls“ ist nämlich simpel und funktioniert prinzipiell immer gleich. Man hüpft mit der eigenen, in hübscher Cel-Shading-Grafik gehaltenen Skelettspielfigur durch Levels, nimmt dabei Gegner mit aufgenommenen Powerups aufs Korn und zerstört Hindernisse.

Dabei steht euch der Mega Quest (eine Art Story-Modus), der Grand Prix (eine Reihe von Spielen) und das Schnelle Rennen zur Verfügung.

Eine Eigenschaft, die viele Arcadetitel teilen: Sie sind humorvoll und vor allem selbstironisch. Auch „Raskulls“ darf man getrost dazu zählen, denn der Story-Modus ist an sich eine Persiflage auf sich selber. Eine Story gibt es nicht wirklich. Es muss zwar ein Turnier gewonnen werden, um die sogenannten „Piratten“daran zu hindern, einen schimmernden Stein zu stehlen. Aber dieser Stein kann eigentlich nichts. Zumindest wüsste niemand etwas davon. Aber wenn jemand ihn klauen will, muss er natürlich beschützt werden, keine Frage.

So begibt man sich in der Form verschiedener Raskulls also auf den Weg, die Queste zu lösen. Dabei muss man verschiedenste Aufgaben bestehen. Die meisten davon sind Rennen. Sprich, man hüpft gegen andere Wettbewerber durch die Levels, hindert sich gegenseitig mit Powerups am schnellen Weiterkommen, sammelt Boost ein und zerstört Hindernisse (die dann den Gegner wiederum zerquetschen können). Dazwischen gibt es immer wieder humorvolle Zwischensequenzen, die dem Spieler durchaus den einen oder anderen Lacher entlocken können. 

Hat man sich als Einzelspieler genug amüsiert, darf man sich auch mit Freunden und Xbox-LIVE-Nutzern um die Pokale streiten. Dies macht natürlich noch um einiges mehr Laune als alleine durch die Level zu heizen. Wobei man den Entwicklern gratulieren muss, dass man sich trotz des klaren Multiplayer-Fokus auch beim Singleplayer-Modus Mühe gegeben hat, sodass auch dieser sich zu spielen lohnt.

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