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Ace Combat: Assault Horizon

Der Himmel brennt

Test Guest getestet auf PlayStation 3

Wie ein kleines Kind bangte ich auf den neusten Ableger der "Ace Combat"-Franchise. Nun, nach etlichen Flugschlachten fass ich zusammen: Viel Action, tolle Präsentation, wahnwitzige Schlachten am Himmel .... aber es ist nicht mehr das "Ace Combat" das ich gekannt habe!

Aber erst mal schön der Reihe nach. Die meiste Zeit verbringen wir als Jet-Pilot William Bishop hinter dem Steuerknüppel. Die Story ist schnell erzählt: Was als NATO-Einsatz anfing, endet in einem Disaster. Ein paar bis dato mit uns verbündete Russen wenden sich auf einmal gegen uns. Und bibedi-babedi-bu, schon haben wir die perfekte Konfliktsituation. Zugegeben: "Ace Combat" war noch nie stark in Sachen Story; doch Russen vs. USA hatten wir doch schon mehr als genug oft und ist doch etwas sehr klischeehaft.Screenshot

Egal, das Wichtigste ist bekanntermassen das Fliegen. Und ja, das nenn ich wirklich Fliegen! "Ace Combat" präsentiert sich genial. Sehr detaillierte Flugzeugmodelle, gigantische Explosionen, Flugzeuge brechen in tausende von Teilen auseinander, der Himmel ist verziert vom Raketenrauch, der Flug durch dichte Wolken verhindert jegliche Sicht. Die Controlls sind knackig und einfach, jeder Digitalpilot findet sich schnell zurecht. All das gibt dem Spiel eine einzigartige, höchst dramatische Atmosphäre. Dazu gewähre ich euch einen kleinen Vorgeschmack auf's Spielgeschehen:

Von weit oben hat man ein schon fast fotorealistisches Bild, kommt man dem Boden näher, verschwinden viele Details und die Texturen werden äusserst matschig.

Die Neuheiten

Das merkt man vor allem bei den Hubschrauber-Einsätzen. Moment: Hubschrauber in "Ace Combat"? Richtig! Auch Hubschrauber haben den Weg ins Spiel gefunden. Man mag sich darüber streiten ob sie in das AC-Universum passt, ich für meinen Teil finde es eine gelungene Abwechslung. Ausserdem sind sie cool inszeniert und kommen nicht all zu oft vor. Deshalb nehmen sie der Spielmechanik auch nicht all zu viel Wind unter den Tragflächen weg.

Im Gegensatz zu den reinen Hubschrauber Einsätzen empfand ich jedoch die Helikopter-/ und AC1130-Bordgeschützmissionen als regelrechten Fremdkörper: Denn die passen überhaupt nicht ins Spiel. Er reicht wenn solche Missionen in "Call of Duty" und Co. vorkommen. Hier wirkt es eher als Zeitüberbrückung.

Weiter neu ist der Dogfight Modus (DFM). Dabei klebt man sich per Tastenkombination an das Heck des Gegners und ballert was das Zeug hält. Das Problem ist nicht der DFM an sich, sondern das er fast schon etwas zu stark integriert wurde ins Spielgeschehen. Das nimmt viel Dynamik des von "Ace Combat" gewohnten Geschehens weg, da gerade Aces nur damit besiegbar sind und es dazu verleitet ihn zu oft zu benutzen.Screenshot

Und dann ist da noch der Luftschlagmodus. Der erinnert an HAWX. Hier werden Bodenziele in einem vorgegebenen Korridor erfasst. Man fliegt mehr oder weniger automatisch hindurch und zerstört die Ziele. Solange man sich in diesem Korridor befindet arbeiten die Waffen effizienter.

Es gibt auch kein "Ace Combat"-typisches Einsatzbriefing, geschweige denn ein Einsatzfazit. Das ist doch etwas schade.

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