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Pro Evolution Soccer 2013

Hands-On-Test: Tanz auf engstem Raum

Vorschau Benjamin Kratsch

Manuelle Zuckerpässe Marke Xavi

Konami ist sehr darauf bedacht, Einsteiger nicht zu überfordern. So gibt es im Menü eine lange Liste mit gut 15 Hilfen, die sich aktivieren oder eben von Profis abschalten lassen. Knifflig, aber sehr effektiv sind beispielsweise die manuellen Pässe: Drückt ihr den Passknopf und gleichzeitig die linke Schultertaste, wird ein Pfeil eingeblendet den ihr mit dem Analogstick bewegen und feinjustieren könnt. Das ist zwar aus dem laufenden Spiel heraus ziemlich schwierig, bietet sich aber gerade in Kontersituationen an, um genau jetzt den tödlichen Pass zu spielen. Ihr erinnert euch vielleicht an das EM-Finale 2012 zwischen Italien und Spanien. Die denkwürdigste und brillanteste Szene des Abends war wohl die Aktion von Jordi Alba, der sich als linker Aussenverteidiger die Kugel schnappt, einen Springt über das Mittelfeld gut 70 Meter durchzieht, auf Xavi Hernandez spielt und der setzt ihn mit einem Zuckerpass aller erster Güte in Szene. Der Rest ist reinschieben und genau diese Zuckerpässe können geübte Spieler auch in "PES 2013" abrufen.Screenshot

Die Offensive: Geschwindigkeit variieren mit neuen Dribblings

In unseren Partien mit der Preview-Version fällt auf, dass wir deutlich mehr die Geschwindigkeit variieren. Es geht nicht mehr so extrem stark um den schnellen Zug zum Tor, weil die Defensive die Räume deutlich besser zustellt (dazu gleich mehr), sondern mehr um darum, die Fähigkeiten des Teams zu kombinieren. Schnelle Sprinter wie Ronaldo sind nach wie vor wichtig, aber auch ein eher behäbiger Stürmer wie Rooney kann mit ein paar Tricks schnell die Überhand gewinnen. Klar, Wayne ist nicht der Mann, der einen Sprint von der Aussenlinie in den 16er macht und das Ding versenkt. Stattdessen stoppt er den Ball, lässt den Gegner ins Leere laufen oder nutzt seinen recht bulligen Körper, um das Leder abzuschirmen. Damit gibt er seinen Mannschaftskameraden die Chance, schnell nachzurücken, vielleicht Räume zu reissen und dann mit ihm im Doppelpass die gegnerische Viererkette zu knacken. Konami setzt dieses Jahr auch auf eine sogenannte Player ID, will also verstärkt die Stärken und Schwächen der Kicker in den Vordergrund stellen wie wir das von "FIFA" kennen.

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