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Fallout 4: Automatron und Wasteland Workshop - Test

Robo-Dame Ada wird zum Panzer auf zwei Beinen

Test Benjamin Kratsch getestet auf PC

Bethesda in Spendierlaune: Für 19,90 CHF gibt’s gleich zwei dicke DLCs, mit denen ihr euren eigenen BB-8 in gross, gefährlich und gnadenlos bauen könnt. Der „Automatron“-DLC dreht sich nämlich um das Aufrüsten eurer eigenen Super-Kampfroboter, die ihr dann gleich auch in den neuen Gladiatoren-Arenen der „Wasteland Workshop“-Erweiterung gegen Todeskrallen antreten lasst. „Fallout 4“ im DLC-Test-Special.

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„Fallout 4“ ist ein faszinierendes Werk, weil ihr nicht nur euch entwickelt, sondern euer ganzes soziales Umfeld. Im Gegensatz zu „The Witcher 3“ ist „Fallout“ weniger konzentriert auf nur einen Charakter und seine Ziele, vielmehr entwickelt ihr euch vom Nobody zum Held und letztlich auch irgendwie Bürgermeister, der mit Dörfern den Menschen neue Hoffnung gibt. Und Robos in der Werkstatt zusammenflickt, ein zweites Leben schenkt und besser macht, weshalb der „Automatron“-DLC spannend ist. Zunächst haben wir noch nicht die richtigen Ersatzteile um unseren hauseigenen Bumblebee-Transformer zu bauen, unsere erste Kreation namens T1-MMY erinnert mehr an einen schwebenden Mülleimer mit zwei Beinen, der furchtbar zerkratzt und schmutzig durch die Einöde schwirrt. T1-MMY ist weniger ein Kunstwerk, mehr ein Ersatzteilfriedhof, aber er tut seinen Job als persönlicher Bodyguard mit Kyrogen-Blaster an der einen Hand und Flammenwerfer auf der anderen Seite. Er braucht noch ein bisschen Liebe, Geld und eine bessere Rüstung, aber für den Moment ist Timmy ein verlässlicher Begleiter. Wir nennen ihn einfach mal Timmy, T1-MMY klingt so militärisch.

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Timmy ist das Resultat von etwas Crafting und Tüfteln in der Werkstatt, denn der „Automatron“-DLC ermöglicht es euch ganz unterschiedliche Parts bunt zusammenzuschweissen. Ein Assaultron-Kopf hier, ein Protectron-Arm dort und sogar die Stimme könnt ihr modifizieren. Momentan biept Timmy eigentlich nur, ein bisschen wie BB-8, nur weniger knuffig. Es klingt eher verzerrt, als müsste er mal wieder aufgeladen werden. Wird wohl Zeit ein besseres Modul zu craften. Ihr seht schon, Roboter sind das grosse Oberthema dieses DLCs, der sich erstaunlich harmonisch in die Welt eingliedert. Es gibt tatsächlich „Star Wars“-ähnliche Momente, wenn unser Timmy plötzlich auf Ada trifft. Ada ist eine Soldatin und Roboter-Freundin, deren Convoy von den Mechanists überfallen wird. Droiden, denen offensichtlich die Platine durchgebrannt ist, denn sie ziehen raubend und plündernd durch die Lande. Auch Adas Freunde haben sie auf dem Gewissen, Zeit den Kampf aufzunehmen. Ada ist sehr herzlich und süss geschrieben, weil sie mit Gefühlen und Emotionen nicht vertraut ist. In einer Situation offenbart sie: „Der physische Schaden ist gering, aber ich verzeichne Traurigkeit und Wut aufgrund des Verlusts meiner Freunde.“ Müsst ihr auch gerade an den kleinen BB8 denken? Der zwar nicht sprechen kann, aber in „Star Wars: The Force Awakens“ alleine durch das Senken seines Kopfes seine Trauer ausdrückt, weil er glaubt sein Pilot und Freund Poe Dameron sei tot.

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