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Sherlock Holmes: Crimes and Punishment

So gut oder sogar besser als L.A. Noire?

Test Benjamin Kratsch getestet auf PlayStation 4

Huch, noch so eine Überraschung. „Sherlock Holmes: Crimes and Punishments“ hatten wir vor dem Test so gar nicht auf dem Hit-Radar, doch der britische Gentleman überrascht mit viel Spieltiefe und vor allem der Möglichkeit den Falschen zu verhaften, dadurch an Ansehen bei der Bevölkerung und Vertrauen bei Scotland Yard zu verlieren. Warum es bei der Dialogregie nicht ganz an „L.A. Noire“ rankommt, Rockstars Detektiv-Thriller aber in anderen Bereichen überflügelt, erzählen wir euch im grossen Review. „Sherlock Holmes: Crimes and Punishments“ im Mega-Test.

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Ängstlicher Blick, die Schultern in der Defensive und die Mütze so weit nach unten gezogen, dass wir im Test zu „Sherlock Holmes: Crimes and Punishments“ direkt den Verdacht haben, dieser John Nelligan könnte Dreck am Stecken haben. Doch eines dürfen wir schon mal vorab verraten: In diesem Spiel ist wenig, wie es scheint und Entwickler Frogware schafft es immer wieder uns auf falsche Fährten zu locken und präsentiert uns den Mörder nie auf dem Silbertablett. Doch fangen wir von vorne an. Ein älterer Herr aus gutem Hause wird in seiner Scheune ermordet, wir befragen seinen Sohn, finden heraus das die beiden ganz schön verkracht sind und nehmen Nelligan mit aufs Revier von Scotland Yard.

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Dort begutachten wir den jungen Mann erstmal genauer: Hmm, er trägt einen edlen Anzug aus feiner Schurwolle, allerdings sind einige Stellen recht billig und wenig professionell geflickt. Im Zoom mit der Lupe fällt uns zudem auf, dass das Jacket etwas zu kurz ist. Wer ein so gutes Stück trägt, würde es wohl passend kaufen, daraus schlussfolgern wir das Nelligan das Kleidungsstück tendenziell eher nicht selbst erworben hat. Diese Annahme erhärtet sich als wir ihn bitten seinen Handschuh auszuziehen (wofür wir übrigens auch Indizien benötigen) und so seine zerschundenen Hände zum Vorschein kommen. Er hat Narben und Schurfwünden, Arbeiterhände eben, die ebenfalls nicht zu dem teuren Anzug passen. Ähnlich wie im ebenfalls gerade erschienen „The Vanishing of Ethan Carter“ müssen wir diese Indizien mit dem Controller (auf der Playstation 4) oder der Maus auf dem PC anordnend und erhalten so eine Indizien-Kette.

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