Der vorherige Nintendo-Ableger für die erste Switch war ein schlechter Serien-Abklatsch. Inhaltlich präsentiert sich die Switch-2-exklusive Ausgabe in einem deutlich besseren Licht, zeigt im Test aber grobe Schwächen bei der technischen Umsetzung.
Den "Landwirtschafts-Simulator" gibt es bereits eine ganze Weile auch auf Nintendo-Konsolen - tatsächlich sogar etwas länger als für PlayStation und Xbox, auf denen die Reihe erst mit dem "Landwirtschafts-Simulator 2013" debütierte. Allerdings handelte es sich bei den bisherigen Nintendo-Ablegern für 3DS und die erste Switch um inhaltlich stark angepasste Fassungen, in denen so manches Feature des "grossen Bruders" fehlte. Zum Einsatz kam zudem bisher immer eine ältere Version der Giants-Engine, weshalb die Versionen für Nintendo-Plattformen nicht zuletzt auch grafisch den übrigen Serienteilen hinterherhinkten. Mit der "Landwirtschafts-Simulator: Signature Edition", die exklusiv für Nintendo Switch 2 erscheint, ändert sich das. Ob die Umsetzung wirklich besser ist, verrät unser Test.
Handheld-Derivat des LS25
Bei "Landwirtschafts-Simulator: Signature Edition" handelt es sich um ein Derivat des Ende 2024 für PC, PS5 und Xbox Series veröffentlichten "LS25". Die "Signature Edition" ist also nicht völlig inhaltsgleich, entspricht etwa mit Blick auf die enthaltenen Maschinen aber weitgehend der Grundversion des aktuellen Hauptteils der Reihe. Ihr habt auch auf Switch 2 entsprechend Zugriff auf über 400 Fahrzeuge wie Traktoren, Mähdrescher, etliche Saat- sowie Erntemaschinen und sonstige Gerätschaften von mehr als 150 namhaften Herstellern wie John Deere, Fendt oder Claas.

Eine Besonderheit der "Signature Edition" besteht darin, dass das "Mercedes-Benz Truck Pack" direkt enthalten ist. Auf Switch 2 habt ihr dadurch unter anderem auch Zugriff auf verschiedene Typen des legendären Unimog. Doch auch Sattelschlepper und Traktoren von Mercedes zählen zum Angebot. Weitere der für den "LS25" verfügbaren kostenpflichtigen Erweiterungen wie das kürzlich veröffentlichte "Highlands Fishing" sind hingegen nicht inbegriffen. Auf die damit hinzugekommenen Feldfrüchte oder Maschinen und die an Schottland angelehnte Karte müsst ihr auf Switch 2 also (erst mal) verzichten.
Praktisch Feature-identisch
Auch in Bezug auf sonstige Inhalte und Features entspricht die "Signature Edition" im Prinzip der Grundversion des "LS25". Hier dürft ihr also ganze 25 unterschiedliche Feldfrüchte anbauen und ernten, darunter die mit dem "LS25" neu hinzugekommenen, nämlich Reis und Spinat, inklusive dafür benötigter Maschinen. Wer es komplexer mag, darf sich auch an den zahlreichen Produktionsketten probieren, bei denen oft mehrere Grunderzeugnisse zu aufwendigeren Produkten verbunden werden - natürlich mit bisweilen erheblich höheren Gewinnen. Genauso gut könnt ihr euch auf die reine Feldarbeit konzentrieren, euren Fokus auf die Viehzucht legen und auch so einiges im Bereich der Forstwirtschaft machen, etwa durch die Entfernung von Totholz oder von störenden Felsen mit einem mobilen Presslufthammer. Wie gehabt könnt ihr im Verlauf euer eigenes Landwirtschaftsimperium aufbauen oder ganz entspannt die Aufgaben eines Landwirts erledigen. Anders als im "LS" für die erste Switch stehen in der "Signature Edition" nun auch die Auftragsarbeiten zur Verfügung, bei denen ihr bestimmte Aufgaben auf fremden Feldern übernehmt, spritzt, grubbert, sät, erntet und vieles mehr. Die haben wir besonders gern, da sie sehr viel Abwechslung bieten und noch einen weiteren Vorteil haben. Denn wie immer könnt ihr die für die Aufgaben passenden Gerätschaften günstig leihen. So ist es möglich, immer wieder andere Maschinen zu nutzen, oft auch der besonders spektakulären Sorte, die ihr euch so schnell nicht leisten könntet.

Los geht es in der "Signature Edition" auf drei Karten, die ebenfalls denen der Grundversion des "LS25" entsprechen. Ihr habt also auch hier die Wahl zwischen der von Nordamerika inspirierten Karte Riverbend Springs, der an Ostasien angelehnten Map Hutan Pantai und dem an Osteuropa erinnernden Zielonka. In letzterem sind die Winter gern etwas härter als bei den anderen Schauplätzen, sodass in der kältesten Jahreszeit eventuell weite Teile der Umgebung zugeschneit sind. Visuell sind indes alle Jahreszeiten gut zu erkennen, etwa durch die goldbraune Färbung der Laubbäume.

