Sage und schreibe 13 Jahre ist es mittlerweile her, seit Ubisoft mit "Assassin's Creed IV: Black Flag" ein neues Kapitel für die Spielereihe aufgeschlagen hat. Nach dem Ende der Haupthandlung von Teil 3 lastete ein hoher Erwartungsdruck auf dem Nachfolger, der so einiges anders machen sollte als seine hochgelobten Vorgänger.
Ein draufgängerischer Pirat stand im Fokus, während der zuvor so zentrale Konflikt zwischen Assassinen und Templern eher Nebensache war. Trotzdem oder gerade deswegen hat sich das Spiel zu einem echten Hit entwickelt, das nun mit "Assassin's Creed Black Flag Resynced" ein aufwendiges Remake spendiert bekommt. Während eines Preview-Events durften wir schon vier Stunden die PC-Version anspielen!
Reichtum, Macht und Ruhm
Unsere Reise nahm ganz am Anfang ihren Lauf, als Edward Schiffbruch erlitt. Während sein Schiff von einem anderen angegriffen wurde, ist ein heftiger Sturm aufgezogen, der beide zerstört hat. Edward und ein anderer Mann haben die Katastrophe jedoch überlebt und sind am Strand einer nahe gelegenen Insel aufgewacht. Nach einem Streit macht unser "Black Flag"-Protagonist Jagd auf den Mann, womit das Tutorial startet.

Hier wird direkt klar: Entwicklerstudio Ubisoft Singapur bleibt dem Original aus dem Jahr 2013 hinsichtlich Struktur und Gameplay sehr treu, weshalb die offensichtlichsten Anpassungen in diesem Abschnitt technischer Natur waren. Die Karibik erstrahlt im Remake in kräftigen Farben, die uns direkt in die Spielwelt hineingezogen haben.
Nachdem Edward seine Zielperson ausgeschaltet und deren Identität angenommen hatte, haben wir Kurs in Richtung Havanna gesetzt. Dort gingen wir unsere ersten Schritte durch die malerische Stadt, die nun mit deutlich mehr Details glänzt als noch vor 13 Jahren. Der grafische Sprung ist mehr als deutlich und wirklich beeindruckend.
Ein Streifzug durch Havanna
Bemerkbar hat sich das technische Update übrigens nicht nur an der Spielwelt, sondern auch an Edward selbst gemacht. Den Entwicklern sei vor allem das Gesicht unseres Protagonisten wichtig gewesen, wie uns Game-Director Richard Knight versicherte: "Die Fans lieben es so sehr. Sie wollen unbedingt jedes kleine Detail betrachten. Und deshalb hoffe ich, dass wir es auf den Punkt gebracht haben."
Doch wieder zurück nach Havanna: Während unseres ersten Besuchs konnten wir uns dort leider noch nicht frei umschauen. Das änderte sich nach dem Abschluss einer Story-Quest, nach der es einen kleinen Zeitsprung gab, den ihr in der Vollversion von "Assassin's Creed Black Flag Resynced" natürlich nicht haben werdet. Von da an konnten wir einen Teil der Spielwelt frei erkunden - sowohl zu Land als auch zu Wasser mit Edwards Piratenschiff.

Bevor wir die Segel setzten, haben wir uns in Havanna etwas gründlicher umgeschaut. Während wir Notenblättern hinterhergejagt sind oder unachtsame Gegner auf den Dächern der Stadt erledigten, ist uns die überarbeitete Parkour-Steuerung richtig bewusst geworden - sie hat uns positiv überrascht. Edward bewegt sich im Remake ein gutes Stück schneller und geschmeidiger durch die Spielwelt als noch im Original.
Unser Protagonist bleibt zwar stellenweise trotzdem noch an Objekten hängen und ist nicht so gesprungen, wie wir es eigentlich beabsichtigt hatten, doch insgesamt gefielen uns die Anpassungen bereits gut. Dies liegt auch an sinnvollen Überarbeitungen wie freien Sprüngen und der Option, nun auch seitlich und nach hinten von Mauern abspringen zu können, was uns neue Möglichkeiten eröffnet, durch die Spielwelt zu manövrieren.