Assassin's Creed Shadows - Vorschau / Preview

Zwei Wege, ein Ziel

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Die "Assassin's Creed"-Reihe erobert erneut Neuland. Entwickler Ubisoft erfüllt damit aber endlich einen langen Wunsch der Fans: Diesmal führt uns das neue Action-Abenteuer ins 16. Jahrhundert Japans, mitten in die turbulente Azuchi-Momoyama-Periode, in der die Samurai noch das Sagen hatten. Beim Summer Game Fest in Los Angeles konnten wir einen intensiven Blick auf das kommende "Assassin's Creed Shadows" werfen, das viele spannende Neuerungen und eine atemberaubende Spielwelt verspricht.

Historischer Kontext und Setting

Die Azuchi-Momoyama-Periode war eine Zeit des Bürgerkriegs und tiefgreifender politischer Veränderungen. Ehrgeizige Fürsten, die Daimyōs, kämpften erbittert um Macht und bauten beeindruckende Festungen, die in einigen Fällen sogar zu lebhaften Städten heranwuchsen. Diese Ära bildet die Kulisse für das neue Assassinen-Abenteuer, das Spieler in eine Welt eintauchen lässt, in der sich das politische und gesellschaftliche Gefüge ständig wandelt.

Zwei Protagonisten, doppelte Spieltiefe

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In "Assassin's Creed Shadows" gibt es diesmal zwei Charaktere, die sich spielerisch komplett voneinander unterscheiden und dennoch ein ungleiches Team bilden: Naoe und Yasuke. Naoe, eine junge Frau aus Igan, ist die bislang kleinste und agilste Protagonistin der Serie. Sie ist eine Shinobi, ein Ninja, und ihre Ausrüstung und Bewaffnung sind dementsprechend darauf ausgerichtet, aus dem Verborgenen zu agieren. Damit kehrt Ubisoft zumindest teilweise zu den Anfängen der erfolgreichen Actionspiel-Reihe zurück, als die Spielmechaniken deutlich stärker auf Attacken aus dem Schatten ausgelegt waren. Mit ihrem schnellen und tödlichen Kampfstil verfolgt sie ein persönliches Racheziel und will ein scheinbar unerfüllbares Versprechen einlösen.

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Der zweite Protagonist ist der komplette Gegensatz dazu: Yasuke, ein ehemaliger Sklave der Jesuiten, ist physisch beeindruckend und bringt die Perspektive eines Aussenseiters ein. Allein schon sein Auftreten als riesiger Samurai hebt ihn aus der japanischen Gesellschaft heraus. Doch auch die Wahl seiner Waffen und Kampftechniken bildet einen starken Kontrast zu Naoes filigraner Ninjakunst. Wie ein menschlicher Bulldozer vertraut Yasuke auf seine Körperlichkeit: Statt die Umgebung als Deckung zu nutzen oder auf Häuser zu klettern, bricht er einfach durch Türen oder dünne Wände und attackiert seine Feinde mit grossen Schwertern oder Knüppeln frontal. Während Naoe die feine Klinge oder Kettenwaffen schwingt, greift er auch schon mal zur Flinte, um sich Widersacher vom Leib zu halten. Gemeinsam bilden die beiden ein starkes Team, das sich blind vertraut und komplementäre Fähigkeiten besitzt.

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Das Gute: Es bleibt in der Regel vollkommen euch überlassen, mit wem ihr spielen wollt, und damit auch, auf welche Weise ihr die Herausforderungen in "Shadows" angehen möchtet. Abgesehen von einigen wenigen Missionen, in der es um das persönliche Schicksal der beiden Schnetzelhelden geht, dürft ihr entscheiden, mit wem ihr jeweils in den Kampf ziehen wollt. Wir können also jederzeit zwischen den zwei Kämpfern hin und her wechseln, was auch den Wiederspielwert erhöhen soll, dem Abenteuer aber insgesamt mehr Spieltiefe durch eine höhere Anzahl zur Verfügung stehender Spielmechaniken verleiht.

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