My Hero Academia: All's Justice - Test / Review

Jetzt und hier, geht noch einmal über eure Grenzen!

Test Video Sven Raabe getestet auf PlayStation 5

Mit "My Hero Academia" hat es in den vergangenen Jahren ein Superhelden-Manga geschafft, die grossen Platzhirsche von DC Comics und Marvel Comics ordentlich aufzumischen. Nicht nur in Japan, sondern auch bei uns im Westen konnten sich die Abenteuer von Deku und seinen Freunden zu waschechten Bestsellern mausern.

Wenig überraschend folgte auf den Erfolg der Reihe nicht nur eine ebenso populäre Anime-Serie, sondern auch verschiedene Videospiele. In Form von "My Hero Academia: All's Justice" steht nun der jüngste Game-Ableger des Franchises in den Startlöchern, den wir auf der PS5 für unseren Test bereits ausgiebig in Augenschein nehmen durften.

Die finale Schlacht gegen Bösewicht Shigaraki!

Hiermit erwartet euch ein neues krachendes Actionspiel im Stil eines 3D-Arena-Fighters, wie ihr es von "Dragon Ball: Sparking! Zero" oder auch den "Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm"-Games kennt. Doch ehe wir uns dem Gameplay widmen, zunächst ein paar Worte zum Story-Modus.

Die Geschichte von "All's Justice" basiert auf der achten Staffel beziehungsweise der "Final Season" der "My Hero Academia"-Anime-Serie. Ihr werdet somit direkt in den alles entscheidenden Kampf gegen den Oberschurken Tomura Shigaraki geworfen, den Deku, Bakugo und ihre Superheldenfreunde mit aller Macht endlich besiegen wollen.

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Für Fans der Vorlage hat das Fighting-Game hinsichtlich der Story übrigens noch einen richtig spannenden Bonus parat: Das Spiel bietet euch eine exklusive weitere Version des finalen Kampfes, die eigens für "All's Justice" geschrieben worden ist. Hierbei handelt es sich übrigens nicht um den einzigen Originalinhalt, doch dazu später mehr.

Im direkten Vergleich zu den beiden Vorgängern hat insbesondere die Inszenierung einen riesigen Schritt nach vorn gemacht. Es gibt zwar noch immer viele Stellen, in denen einfach Standbilder aus der Anime-Serie eingeblendet werden, doch dafür bietet der neue Titel nun deutlich mehr richtige Zwischensequenzen und Render-Cutscenes, die schlichtweg famos aussehen. Hier schlagen Anime-Fanherzen auf jeden Fall höher!

Krachende Superhelden-Action

Die meiste Zeit über verbringt ihr in "My Hero Academia: All's Justice" mit Kämpfen, unabhängig von eurem gewählten Spielmodus. Jeder Charakter kann normale Angriffe ausführen, vier Spezialattacken nutzen, gegnerische Angriffe blocken (oder ihnen ausweichen), sprinten und springen. Hinzu kommen ein Power-up und ein Ultimate.

Dank eines "manuellen" und "normalen" Steuerungsmodus kommen hier nicht nur Fans der Spielereihe, sondern auch Neulinge auf ihre Kosten. Auf "Normal" greift euch das Game während der Kämpfe ein wenig unter die Arme, um etwa Kombos automatisch auszulösen.

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Grundlegend spielt sich jeder Charakter im Anime-Fighting-Game somit gleich oder zumindest sehr ähnlich. Aufgrund der unterschiedlichen Spezialitäten/Superkräfte der Helden und Schurken fühlt sich dennoch jede "My Hero Academia"-Figur einzigartig an. Protagonist Deku ist offensiv super, wohingegen sein Mitschüler Red Riot defensive Qualitäten zeigt.

"Mitschüler" ist hierbei ein gutes Stichwort, denn in vielen Missionen seid ihr nicht allein, sondern im Team unterwegs. Euch stehen dann ein oder auch zwei weitere Charaktere zur Seite. Dies erweitert die Kämpfe nicht nur um eine weitere taktische Note, denn der Wechsel zwischen den Figuren will wohlüberlegt sein, sondern passt auch sehr schön zum Thema Teamwork, einem der zentralen Bausteine in "My Hero Academia".

Der 3D-Arena-Fighter fängt hierbei die krachende Superhelden-Action der Anime-Vorlage hervorragend ein - speziell mit den toll inszenierten Ultimate-Attacken! Unterstützt wird das mitunter wirklich beeindruckende Effektgewitter ausserdem von Comic-typischen Wörtern wie "Smash" oder "Blam", die toll zum Spektakel auf dem Bildschirm passen.

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Doch so gut die Action in "My Hero Academia: All's Justice" in vielen Momenten aussieht und so flüssig sie von der Hand beziehungsweise dem Controller geht: Ein paar Dinge sind uns während des Tests doch unangenehm aufgefallen. Einmal wären da ein paar spezielle Missionen, sowohl im Story-Modus als auch in anderen Spielmodi.

Darin kämpft ihr mit einer einzigen Spielfigur gegen drei Charaktere - allerdings nicht nacheinander, sondern gleichzeitig! Hier stösst die Steuerung leider regelmässig an ihre Grenzen, denn sie ist nicht darauf ausgelegt, schnell auf mehrere Angriffe reagieren zu können - schon gar nicht, wenn sie auch noch aus verschiedenen Richtungen kommen.

Ebenso unschön sind uns einige Areale aufgefallen. Sie sehen zwar ihren Gegenstücken aus der Anime-Serie sehr ähnlich, sind allerdings oftmals einen Tick zu gross ausgefallen. Hieraus resultieren letztendlich Übersichtsprobleme - vor allem dann, wenn sich die Figuren ausserdem noch durch zerstörbare Gebäude prügeln. Ein Graus für die Kamera.

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