99 Düsenjäger
Doch der eigentliche Star war natürlich das temporeiche Gameplay beziehungsweise der krachende Luftkampf! Insgesamt soll die Vollversion von "Ace Combat 8" mehr als 30 Flieger bieten, von denen einige realen Vorbildern nachempfunden sind, während andere rein fiktionale Maschinen darstellen. In der Story war unser Einsatzgerät jedoch noch vorgegeben. Erst in den freien Missionen, von denen wir während der zweiten Hälfte des Events insgesamt drei angespielt haben, konnten wir selbst wählen.

Während unserer ersten echten Mission mussten wir ein verbündetes Schlachtschiff vor feindlichen Bombern beschützen, die wiederum weitere Flieger als Unterstützung dabei hatten. Unser Squad, bestehend aus uns und drei weiteren Piloten, hatte also alle Hände voll zu tun. Inmitten des aufziehenden Chaos mussten wir schnelle Entscheidungen treffen.
Dank der guten Steuerung, die eine angenehme Balance zwischen Arcade-Action und Flugsimulation findet, gingen unsere Aktionen bereits nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gut von der Hand. Wir haben unsere Gegner reihenweise vom Himmel geholt. Unsere KI-Begleiter, denen wir kurze Kommandos geben konnten, waren hierbei allerdings keine sonderlich grosse Hilfe, da sie trotz unserer Anweisungen sehr passiv agierten.
Kein gegnerischer Flieger ist zu gross
Unser Highlight war die nachfolgende Story-Mission, in der wir in einer verschneiten Bergregion eine verbündete Basis beschützen mussten. Zu den treibenden Beats eines Rocksongs haben wir uns in die Schlacht gestürzt und die gegnerischen Flieger einen nach dem anderen vom Himmel geholt. Es war ein tolles Gefühl und hat riesigen Spass gemacht. Einen grossen Anteil hieran hatte nicht nur die schicke Grafik von "Ace Combat 8", sondern vor allem der krachende Sound, der uns regelrecht in den Sitz drückte.

Apropos riesig: Das ist ein gutes Stichwort, um auf die zuvor erwähnten freien Missionen zu sprechen zu kommen. Hierbei handelt es sich um von der Haupthandlung losgelöste Aufträge, die uns in eigene Szenarien geworfen haben. Hier hat der Schwierigkeitsgrad einen ordentlichen Sprung gemacht und uns deutlich mehr gefordert als in den vorangegangenen Story-Missionen. Einmal mussten wir zum Beispiel einen gigantischen Panzer lahmlegen oder riesige Bomber vom Himmel holen.
Hier ging im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab, denn es waren zahlreiche Einheiten im Einsatz, sowohl in der Luft als auch zu Land und zu Wasser. Allerdings war auf dem Bildschirm mitunter so viel los an herumschwirrenden Einheiten und Projektilen, dass die Übersicht auf der Strecke blieb. Doch ähnlich wie in "Star Wars" hiess es auch in "Ace Combat 8: Wings of Theve" für uns "Augen zu und durch!" - schliesslich hatte Han Solos Kumpel Lando Calrissian bekanntlich auch keine Angst vor einer Flotte T-Jäger.
Ausblick
Unsere Zeit mit "Ace Combat 8: Wings of Theve" ist, entschuldigt bitte das vorhersehbare Wortspiel, wie im Flug vergangen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase haben wir uns immer besser in den chaotischen Luftkämpfen zurechtgefunden und sind wie ein echtes Fliegerass gegnerischem Beschuss ausgewichen, während wir Feinde erledigten. Zu merken, wie wir langsam besser geworden sind, war ein richtig gutes Gefühl.

Des Weiteren war die audiovisuelle Präsentation bereits in den wenigen Missionen sehr stimmig. Uns die Story aus der Ego-Perspektive erleben zu lassen, ist ein schöner Kniff, der uns direkt in die Spielwelt hineingezogen hat. Lediglich die eher mässig hilfreiche Begleiter-KI und die fehlende Übersicht in den Kämpfen sind uns negativ aufgefallen. Die Story können wir natürlich noch nicht wirklich beurteilen, immerhin haben wir von ihr nur einen Bruchteil gesehen. Selbiges gilt für den bestätigten Multiplayer-Part, zu dem bald weitere Infos folgen sollen. Dennoch können wir es kaum erwarten, wieder ins Cockpit zu steigen!