Apple AirTags - Hardware-Test

Kleine Helfer mit grossen Fähigkeiten

Hardware: Test Video Beat Küttel Roger Sieber

Wer kennt es nicht: Man sucht den Schlüsselbund oder weiss nicht, wo man sein Portemonnaie hingelegt hat. Oder noch viel schlimmer: Man hat seine Tasche im Bus oder Zug liegen lassen. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat nun auch Apple mit seinen AirTags kleine Tracking-Helfer auf den Markt gebracht, die aber Hersteller-typisch noch einige zusätzliche Features mitbringen. Wir konnten die kleinen Dinger testen und verraten euch, wie gut sie funktionieren, was sie alles draufhaben und ob sie unserer Meinung nach euer Geld wert sind.

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AirTags

Das neue violette iPhone 12 mit den AirTags

Schon beim Öffnen der minimalistisch gefüllten Packung wird klar: Hier geht es ohne grossen Schnickschnack gleich zur Sache. Der AirTag und die bereits eingelegte Batterie sind noch mit einem Stück Plastik voneinander getrennt. Sobald ihr es herauszieht, sind die AirTags mit Strom versorgt und einsatzbereit, was mit einem kurzen Audiosignal bestätigt wird. Zeit also, das gute Stück mit unserem iPhone zu pairen und zu schauen, ob alles so problemlos funktioniert, wie Apple es verspricht.

Klein, aber oho

Wie von anderem Apple-Zubehör bereits bekannt, funktioniert das Pairing kinderleicht: Einfach in die Nähe eines entsperrten iPhones halten, schon erscheint ein Hinweis mit der Frage, ob man den AirTag mit dieser Apple-ID koppeln möchte. Gleich darauf dürfen wir dem AirTag auch noch einen Namen zuweisen - praktisch, falls man mehrere hat und entsprechend natürlich wissen will, welcher sich im Rucksack, im Portemonnaie oder am Schlüsselbund befindet. Das war es dann eigentlich auch schon mit dem Setup, und wir können mit dem eigentlichen Test beginnen. Zentral für die Verwendung ist hier die standardmässig auf iOS installierte App "Wo ist". Mit dieser konntet ihr schon bisher den Standort eurer Apple-Geräte bestimmen, und nun tauchen eben auch eure AirTags genau hier auf. Wie gehabt könnt ihr euch diese ebenso auf der Karte anzeigen lassen. Allerdings hilft es euch natürlich nicht viel zu wissen, dass eure Schlüssel gemäss Apple Maps irgendwo im Haus sind, wenn ihr sie sucht.

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AirTags

Für die AirTags gibt's passende Schlüsselanhänger und den "Loop" für Taschen

Doch zum Glück werden euch hier ja weitere Möglichkeiten geboten, um das Objekt der Begierde zu finden. Zum einen könnt ihr via iPhone einen Ton über die integrierten Lautsprecher der AirTags abspielen lassen. Zum anderen ist es möglich, euch fast zentimetergenau zum AirTag führen zu lassen. Zu diesem Zweck werden auf dem iPhone ein Pfeil in die richtige Richtung und eine Entfernungsangabe angezeigt. Ihr merkt also sofort, wenn ihr knapp an eurem Ziel vorbeilauft und die Entfernungsangabe von 0,1 m plötzlich wieder ansteigt. Da das Ganze auf Bluetooth basiert, ist die Reichweite durch Wände oder auch andere Hindernisse etwas eingeschränkt. Aber auch in grösseren Wohnungen oder Häusern funktioniert das Ganze gut - man muss nur zu Beginn kurz etwas hin und her laufen, bis das iPhone das Signal aufgeschnappt und geortet hat. Danach funktioniert die Navigation problemlos. In unserem Versteck-Test wurde der AirTag jedenfalls immer innert kürzester Zeit gefunden, egal ob er in einem Schrank, in einer Tasche oder hinter dem Gaming-Sideboard lag, wo mit Interferenzen zu rechnen ist.

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