Wir haben uns bei den Kelten umgesehen und einen Blick auf kommende Landscharmützel geworfen. Anno 1998 fiel der Startschuss für eine Reihe, die seither eine wahnsinnige Entwicklung durchmachte - mit Höhen und Tiefen, Reisen in die Vergangenheit und in die Zukunft, Versionen für PC und Konsolen, aber vor allem Millionen von Spielern. Darunter ist die aktuell jüngste Version "Anno 1800" die bei Weitem erfolgreichste. Ubisoft gab im Mai bekannt, dass sagenhafte 5 Millionen Spieler erreicht wurden. Auf die Frage nach einer Gesamtzahl stellt Googles KI Gemini interessante Berechnungen an: "Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Gesamtzahl der Spieler, die mindestens einen Titel der Anno-Reihe gespielt haben, im zweistelligen Millionenbereich liegt. Ein Teil dieser Spieler hat wahrscheinlich auch mehrere Spiele der Serie gespielt, sodass die Gesamtzahl der Spieler niedriger ist als die Summe der Verkäufe jedes einzelnen Spiels. Eine konservative Schätzung würde wahrscheinlich 10 bis 20 Millionen Spieler umfassen. Wenn man aber die Spielerzahlen der letzten Titel und die Verkäufe der früheren Spiele berücksichtigt, ist es durchaus möglich, dass die tatsächliche Zahl noch höher liegt."
Was wir nicht mehr ausrechnen lassen müssen, ist das Erscheinungsdatum von "Anno 117: Pax Romana". Am 13. November dieses Jahres soll es so weit sein. Gar nicht mehr lange hin, wenn man bedenkt, dass bereits wieder die ersten Dominosteine in den Supermärkten stehen. Und es gibt keinerlei Anzeichen, dass das Datum nicht gehalten werden könnte. Wir haben Kreativdirektor Manuel Reinher in den letzten Monaten mehrmals getroffen, und der Mann strahlt eine derartige Ruhe und offensichtliche Vorfreude auf den Release aus, dass man sich da eigentlich kaum Sorgen machen muss. Aber was wären wir für Journalisten, wenn wir nicht auch notorische Bedenkenträger wären? Ein bisschen schwer im Magen liegt uns noch ein Spielelement, das das neue "Anno" im Vergleich zum Vorgänger nachhaltig verändern wird.
Die Kämpfe zwischen Landeinheiten

Wenn wir jetzt nicht ganz falschliegen, war "Anno 1404" das letzte Spiel der Reihe, in dem auf festem Boden Krieg geführt wurde. Das wurde damals vom Mainzer Studio Related Designs unter Beteiligung von Ubisoft Blue Byte entwickelt. Inzwischen gehören die Mainzer ganz zum französischen Konzern als Teil der deutschen Ubisoft Studios Blue Byte und firmieren als eigenständiges Team unter dem Namen Ubisoft Mainz. Was wir damit sagen wollen: Man kann sich in Mainz auf gewisse Erfahrungen in diesem Bereich berufen, auch wenn sie rund eine Dekade her sind. Kämpfe, ob nun zu Wasser oder zu Land, sind natürlich auch weiterhin nicht der Fokus des Spiels. So kann man kriegerische Konflikte in "Anno 117: Pax Romana" mittels erweiterter Diplomatie-Optionen auch ganz umgehen. Das "Pax" im Titel steht da also nicht ganz zu Unrecht, aber friedliche römische Legionen kann man sich nun auch nicht so richtig vorstellen. Doch wie man von den Seeschlachten weiss, sind handgreifliche Auseinandersetzungen oft eine ganz nette Abwechslung vom Bauen und Planen.
