Another Crab's Treasure - Test / Review

Das Krabbenbuffet ist eröffnet

Test Video Jasmin Linder getestet auf PlayStation 5

Spiele aus dem Soulslike-Genre gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Jedes Jahr erscheint eine gute Handvoll Titel, die das beliebte Gameplay des japanischen Entwicklers FromSoftware kopieren bzw. übernehmen. Nachdem Aggro Crab vor ein paar Jahren noch den Dungeon-Crawler "Going Under" veröffentlicht hat, versuchen nun auch sie ihr Glück im Bereich der Hardcore-Action-RPGs - mit ihrem neuesten Werk "Another Crab's Treasure". Als kleine Krabbe, die mit nichts weiter bewaffnet ist als einer Dessertgabel, machen wir uns auf, das Böse im grossen weiten Ozean zu bekämpfen. Ob der erste Ausflug ins Soulslike-Genre den Entwicklern bei Aggro Crab geglückt ist und wie sich das Spiel auf der PlayStation 5 schlägt, erfahrt ihr hier im Testbericht.

Krabben, Krusten und Kredite

In "Another Crab's Treasure" schlüpft ihr in die Schale von Krill, einer jungen Krabbe, die ihr Leben entspannt an einem einsamen kleinen Strand verbringt. Klingt so weit ganz idyllisch, doch mit der Idylle ist es schnell vorbei. Die Wirtschaft macht nämlich auch vor der Unterwasserwelt nicht Halt, und so taucht aus dem Nichts der fiese Kredit-Hai auf und eröffnet Krill, dass ebenjener mit seinen Steuern übelst im Verzug sei. Was meint denn dieser Hai bitte mit Steuern bezahlen? Krill hört davon zum ersten Mal. Doch anscheinend ist in diesem Teil des Riffs eine neue Herzogin an die Macht gekommen, die nun von jedem Bewohner der Region regelmässig Steuern einsammelt. Da Krill nicht imstande ist, seine offenen Rechnungen zu begleichen, schnappt sich der freche Kredit-Hai Krills Muschel, sein Zuhause, sein ganzes Hab und Gut. Erschüttert von den Geschehnissen, macht ihr euch nun also auf den Weg zur Herzogin, um nicht nur dem Steuerwahnsinn hoffentlich ein Ende zu bereiten, sondern auch euer geliebtes mobiles Heim wiederzuerlangen.

Screenshot

Im Gegensatz zu den Originalen von FromSoftware, in denen die Story meist durch Item-Beschreibungen und kryptische Texte erzählt wird, setzt "Another Crab's Treasure" deutlich mehr auf klassisches Storytelling durch Dialoge (der Hauptteil davon nicht vertont) und Cutscenes. Erst mal im offenen Ozean angekommen, stellt sich heraus, dass hier wohl noch einiges mehr im Argen ist als nur die neue Steuerpolitik. Der Meeresboden ist übersät von Abfall und Mikroplastik, das übrigens zugleich die Hauptwährung des Spiels ist, und ein Grossteil der Meeresbewohner ist durch die Verschmutzung dem Wahnsinn verfallen - ein Zustand, der wohl durchaus als gesellschaftskritischer Wink mit dem Zaunpfahl angesehen werden dürfte. Einen Vorteil hat die Müllepidemie jedoch für euch: Da Krill seine Muschel verloren hat, kann er sich nun jegliche Art von Abfall auf den Rücken schnallen. Von Dosen über Bananenschalen und Sushiröllchen bis hin zu kaputten Tennisbällen und leeren Druckerpatronen ist alles dabei.

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