Apple TV 4K 2021 - Hardware-Test

Das langersehnte Upgrade?

Hardware: Test Beat Küttel

Dreieinhalb Jahre sind in der Tech-Welt eine halbe Ewigkeit. Doch so lange ist es her, seit Apple die letzte Apple-TV-Revision auf den Markt brachte. Das hat sich nun geändert, denn auch Apples Serien-, Film- und Gaming-Box zum Anschliessen an den heimischen Fernseher ist im Jahr 2021 gelandet. Was der unscheinbare kleine Kasten alles kann, wie sich die komplett neu gestaltete Fernbedienung schlägt und ob sich gerade aus Zockersicht ein Upgrade oder eine erstmalige Anschaffung lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

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Apple TV 4K 2021

Bei der eigentlichen Box hat sich optisch so weit fast gar nichts getan: Gleicher Formfaktor, gleicher Look - aber es gab auch wenige Gründe, von diesem eleganten und gleichzeitig unauffälligen Design abzuweichen. Dasselbe kann man nicht von der Fernbedienung sagen, denn diese spaltete mit den wenigen Bedienelementen, die mit Touchgesten ergänzt wurden, die Community. Entsprechend ging Apple hier über die Bücher und präsentiert ein generalüberholtes Exemplar. Doch immer schön der Reihe nach.

What's in the Box?

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Apple TV 4K 2021

Wenn ein über drei Jahre altes Produkt endlich ein Upgrade bekommt, erwartet man natürlich einen zünftigen Schub in Sachen Performance. Und tatsächlich gibt es zumindest in Sachen Prozessor einen deutlichen Fortschritt zu vermelden. Hier kommt nämlich Apples hauseigener A12-Bionic-Chip zum Einsatz, während man im alten 2017er-Modell noch mit dem A10-Prozessor vorliebnehmen musste. Das hat natürlich unter anderem auch fürs Gaming auf Apple TV positive Implikationen. Gleichzeitig muss man hier aber sagen, dass leider nicht die allerneueste Apple-Technologie zum Einsatz kommt. Denn etwa bei den aktuellen iPhones sind Chips der A14-Generation verbaut, also zwei Entwicklungsschritte weiter als beim neuen Apple TV. Zwar reicht der A12 Bionic derzeit absolut aus, sowohl fürs Streamen von Videos inklusive HDR bei bis zu 60 Frames pro Sekunde als auch für aktuelle Games. Doch genau hier darf und muss man dann zugleich ein Fragezeichen setzen. Denn wenn iPhones und iPads schon deutlich weiter sind in Sachen Prozessor-Power, wie lange wird es dann dauern, bis Games, die auf diesen Plattformen ohne Probleme laufen, auf dem neuen Apple TV Framerate-Probleme bekommen? Wenn es wieder so lange dauert bis zum nächsten Hardware-Update, dann kann das für Apple-TV-Zocker zu einem echten und unschönen Problem werden. Ansonsten hat sich an der Hardware-Front erstaunlich wenig getan. Nach wie vor werkeln im Inneren 3 GB Arbeitsspeicher, die Kapazität des internen Flash-Speichers beträgt wahlweise 32 oder 64 GB, und auch Bluetooth 5.0 ist wie schon 2017 mit am Start. An der Auflösung mit maximal 4K hat sich ebenso nichts geändert, wobei die bereits erwähnte gleichzeitige Unterstützung von hoher Auflösung, HDR und höherer Framerate hier positiv hervorzuheben ist. Abgesehen von Aufnahmen etwa mit dem eigenen iPhone 12 Pro ist der Nutzen hiervon recht eingeschränkt. Denn Streamingdienste oder Videoportale streamen in aller Regel nicht in derart hoher Framerate, da es in mancherlei Kontext ohnehin wenig bis keinen Sinn ergibt. Dennoch ist es natürlich gut zu sehen, dass man mit dem neuen Apple TV 4K hier gerüstet ist. Egal ob ein Stream HDR oder eine höhere Bildwiederholungsrate bietet, ihr seid bereit. Und auch aus Zockersicht nehmen wir natürlich gern weiterhin 60 Bilder pro Sekunde und HDR, während 4K hier wegen des Fokus auf die iPhone-Auflösung wohl eher nicht Priorität geniesst.

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