Assassin's Creed 3

Master and Commander. Mit Indianer an Bord.

Vorschau Benjamin Kratsch

Kettenkugeln geben der Takelage den Rest

Die Seeschlachten haben erstaunlich viel spielerischen Tiefgang. Das hier ist nicht nur ein Minigame zwischendurch, sondern Held Connor wird ab einem bestimmten Zeitpunkt die Aquila übernehmen und kann von dort aus in die grossen Seegefechte des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs starten. Merke: Wenn du den Feind zur See vernichten kannst, musst du nicht mehr zu Land gegen ihre deutlich überlegenen Truppenverbände antreten. Mit spielerischen Tiefgang meinen wir allerdings die taktischen Möglichkeiten feindliche Schiffe zu versenken. So haltet ihr nicht einfach nur blindlings mit Kanonen auf den Feind drauf, sondern könnt auch Kettenkugeln abfeuern die das Segeltuch zerfetzen und mit etwas Glück sogar den Mast durchschneidet, der dann effektvoll inszeniert ins Wasser stürzt und das Schiff kippen lässt.

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Stark inszeniert. Wie "Master and Commander"

Wer erinnert sich an Russel Crowes Paraderolle als knallharter Captain, der massiv unterlegen gegen eine ganze Armada ankämpfen musste? So fühlt sich "Assassin`s Creed 3" an. Natürlich ist die Dramaturgie und Inszenierung nicht ganz auf Hollywood-Level, aber es ist schon schön zu sehen wie beispielsweise Segel durchbrennen und die Asche aufs Deck herunterrieselt. Oder wie die Kajüte eines anderen Schiffs vor unseren Augen explodiert, weil dort offensichtlich Pulver gelagert wurde. Auch geschichtlich dürfte hier einiges an neuem Stoff warten, schliesslich wurden die Kriegsschiffe fast ausschliesslich von den Franzosen an die Unabhängigkeitskämpfer geliefert.

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Boston: Den Feind mit den eigenen Waffen schlagen

"Assassin`s Creed 3" fühlt sich deutlich schneller an als seine Vorgänger. Ihr könnt von einem Dach springen, mit dem Tomahawk einen Soldaten töten, ihm sein Gewehr aus der Hand reissen, das Bajonett nach vorn richten und wie ein wildes Tier die scharfe Klinge aus dem Sprung in euer Opfer spiessen. Wem das zu brutal oder zu anspruchslos ist, der freut sich auf neue Features. So könnt ihr euch in jeden beliebigen Heuwagen werfen um an Wachen vorbei zu fahren. Wer rotz frech sein will, schnellt mal kurz aus dem Heu, zieht eine der Wachen ins Stroh und haut ihm dort auf die Mütze. Merkt kein Mensch. Eine andere Variante, die ein bisschen an "Splinter Cell: Blacklist" erinnert erfordert eine dunkle Ecke: Einfach dem Opfer auflauern, Hand an den Mund pressen, ab in die Ecke und dort schlafen legen. Oder die Halsschlagadern durchschneiden, was weniger nett ist. Spannend auch das Boston sehr gross angelegt ist und es immer mal wieder kleinere Waldabschnitte gibt oder grössere Gärten. So klettert ihr auf Bäume, packt ein Seil aus, werft die Schlinge um den Hals des Gegners und lasst euch dann fallen – der arme Kerl wird dann stranguliert.

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