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Assassin's Creed Odyssey - Test / Review

Gelungenes Überangebot

Test Video Benjamin Braun getestet auf Xbox One X

Im vergangenen Jahr wagte Ubisoft mit „Assassin's Creed Origins“ einen vergleichsweise radikalen Neuanfang, der die Reihe erstmals in die Zeit vor der christlichen Zeitrechnung brachte. Nun geht es im antiken Griechenland noch einmal nahezu 400 Jahre weiter zurück in die Zeit des Peleponesischen Krieges. Was „Odyssey“ dabei besser und was schlechter macht als der Vorgänger, erfahrt ihr in Test und Testvideo.

Wir schreiben das Jahr 431 vor Christus. Es herrschen stürmische Zeiten in Griechenland, nicht nur auf hoher See, sondern auch auf dem Festland. Die Athener und Spartaner liefern sich einen erbitterten Krieg um die Vorherrschaft in Hellas. Wir selbst haben auf Kefalonia noch nicht viel davon zu spüren bekommen, aber das wird sich schon bald ändern. Auf der Insel im Westen von Griechenland sind wir als Söldner äusserst gefragt, erledigen Botengänge, mischen Banditen auf und scheuen uns bei guter Bezahlung auch nicht davor, einen Auftragsmord zu akzeptieren.

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Unser Name lautet Kassandra – aber in „Assassin's Creed Odyssey“ könnt ihr alternativ auch in die Rolle ihres Bruder Alexios schlüpfen. Diese Charakterwahl ist aber nur eine von vielen Entscheidungen, die ihr im neuesten Open-World-Spiel von Ubisoft treffen werdet. Denn immer wieder müsst ihr wählen, ob ihr ein Leben verschont oder Milde walten lasst und beeinflusst damit den Verlauf und den Ausgang der Handlung. „Assassin's Creed Odyssey“ geht auch in vielen anderen Bereichen noch stärker in Richtung Rollenspiel als der Vorgänger „Origins“. Welche das sind, und vor allem, ob „Odyssey“ Spass macht oder nicht, möchten wir euch im Folgenden verraten.

Spannend und humorvoll

Wer „Assassin's Creed Origins“ gespielt hat, wird sich gewiss noch daran erinnern, dass die Geschichte mit dem vielleicht nichtssagenden Einstieg der Serienhistorie begann und auch darüber hinaus eher schleppend in Fahrt kam. „Assassin's Creed Odyssey“ können wir von ähnlichen Schwächen nicht ganz freisprechen. Allerdings gelingt es Ubisoft im über gut drei bis vier Stunden ausgebreiteten Prolog doch erheblich besser, uns ins Abenteuer und die neuen Spielmechaniken einzuführen. Am Anfang lernt ihr Kassandra oder Alexios in ihrer aktuellen Rolle als Söldner kennen. Als Kind wurdet ihr am Ufer von Kefalonia angespült und vom Händler Markos gefunden. So ganz grün waren die beiden nie miteinander, aber aus Dankbarkeit eurem Ziehvater gegenüber erledigt ihr alles, was er euch aufträgt.

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Schon bald jedoch erfahrt ihr mehr die Herkunft eures Helden, der einst als Kind aufgrund einer falschen Prophezeiung den Göttern dargeboten werden sollte. Weiter ins Detail möchten wir aus Spoilergründen dabei nicht gehen. Die Story allerdings entwickelt sich spannend und läuft in bestimmten Nebenquests eurer „Odyssee“ zur Höchstform auf. So begegnet ihr in einer der Nebenqueststränge etwa auch dem Orakel, das euch damals praktisch mit ihrer Weissagung zum Tode verurteilte und dürft euch an ihr Rächen. Konstruierte Elemente gibt es allerdings ebenfalls. Die Verknüpfung mit einer obskuren Vereinigung namens „Kult des Kosmos“, die ihr im Spiel entlarven und zur Strecke bringen müsst, wirkt bisweilen auch mal wie an den Haaren herbeigezogen.

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