Lahme Kavallerie

Genau das hat sich Dice wohl auch mit den Reitern gedacht - denn die kann man in der Beta erstmals ausprobieren. Der Haken an der Sache: Von dem Slogan „Nur in Battlefield“ bleibt im Spiel selbst nicht so viel übrig, weil es meiner Meinung nach nur halbwegs gut funktioniert, neben Panzern ins Gefecht zu galoppieren. Zwar lassen sich die Pferde anstandslos über den Wüstensand bewegen, aber wenn es ans kriegerische Element geht, treten die Schwächen gnadenlos zutage. Das grösste Problem dabei ist das Ballern aus der Hüfte, denn das erweist sich als deutlich zu unpräzise und durch-schlagsschwach. Gut möglich, dass ich zu schlecht gezielt habe - aber genau das fällt mir auf dem Gaul sehr schwer. Auf offenem Gelände - das diese Map im Überfluss enthält - fühle ich mich zudem geradezu exponiert und den Gegnern ausgeliefert. Stärken entfaltet die Kavallerie, wenn es eher eng und unübersichtlich zugeht, wie etwa im chaotischen Häuserkampf. Davon bietet Sinai zwar nicht so viel, falls es einem jedoch gelingt, mit gezogenem Säbel Widersacher zu überraschen, schnippelt man den einen oder anderen um oder reitet Feinde kurzerhand in Grund und Boden. Unterm Strich hat die Reiterei bislang nicht überzeugt.
Elitärer Wüstenkampf

Wer auf all das keinen Bock hat, kann auch versuchen, sich eine der drei Eliteklassen zu schnappen, die in der Open Beta erstmals spielbar sind. Da ist zum einen der Flammschütze, der mit seinem Flammenwerfer in erster Linie im Nah- und Häuserkampf eine immense Gefahr darstellt und dort im direkten Duell aufgrund der Reichweite des Feuers und der Schadenswirkung absolut tödlich ist. Wer ihn bezwingen will, sollte aus mittlerer bis hoher Distanz agieren oder ihn mit einem Bayonett-Angriff aus dem Hinterhalt überraschen. Ein mindestens ebenso Furcht einflössender Kontrahent ist der Wachsoldat. Er ist mit einem fetten wassergekühlten MG ausgerüstet, das einen wahren Kugelhagel auf die Gegner loslässt. Mit normalen Waffen ist dem Elite-Krieger kaum beizukommen, weil er mit dicken Panzerplatten wie eine Art Ritter daherstampft und selbst gezielte Kopfschüsse eines Scharfschützen nur wenig Schaden verursachen. Doch diese Behäbigkeit wird dem Wachsoldaten, der im direkten Duell kaum überwindbar ist, zum Verhängnis, wenn man eine Gasgranate wirft. Aufgrund der Panzerung kann er sich keine Gasmaske aufsetzen und reagiert entsprechend empfindlich auf solche Angriffe. Der Dritte im Bunde ist der Panzerjäger: Er ist mit einem mannshohen Scharfschützengewehr ausgerüstet, das die Stahlplatten von Panzern locker durchschlägt. Je nachdem, ob der Tank schon angeschlagen ist, können Treffer einzelne Teile des Vehikels lahmlegen oder es komplett ausschalten.
