Games.ch

Battlefield 4

Interview mit dem Boss von DICE: „Wir verheiraten Hollywood-Action mit Open-World-Elementen

Vorschau Benjamin Kratsch

Games.ch befindet sich noch immer in San Francisco und rennt von einem Interview zum nächsten. Im exklusiven Gespräch verrät uns DICE-Gründer und Executive Vice President EA Labels Patrick Soderlund warum Hollywood-Technologie wie Full Performance Capture so wichtig ist für „Battlefield 4“, wie die Technik funktioniert und warum es bei der Playstation 4 nicht mehr um Shader und Effekte, sondern Glaubwürdigkeit und Emotionen geht. „Battlefield 4“ – das erste Interview!

Screenshot „Battlefield 4“ fühlt sich bereits in dieser ersten halben Stunde sehr intensiv an. Gerade bei der brutalen Szene, wo wir Captain Dunn das Bein abschneiden müssen, mussten wir schlucken und an „Black Hawk Down“ denken. War das die grösste Inspirationsquelle?

Patrick Soderlund: Ich denke in „Battlefield 4“ verschwinden die Grenzen zwischen Hollywood und Games immer mehr. Wir nähern uns mit grossen Stücken echtem Fotorealismus und arbeiten bei diesem Titel zum ersten Mal mit der sogenannten Full Performance Capture-Technologie. Das ist ein System,  was aus Hollywood stammt und die grossartige schauspielerische Leistung von beispielsweise einem Gollum in „Der Herr der Ringe“ ermöglicht hat und in verfeinerter Form auch bei James Camerons „Avatar“ eingesetzt wurde.

Screenshot Kannst du kurz auf die Unterschiede eingehen? Insbesondere die Mimik der Gesichter ist ein Quantensprung gegenüber „Battlefield 3“.

Patrick Soderlund: Früher haben Synchronsprecher lediglich Texte eingesprochen, die dann Lippen-synchron per Software auf die Münder der Polygonfiguren gelegt wurde. Heute arbeiten wir mit echten Schauspielern und können per Motion-Scan jede Bewegung der Gesichtsmuskulatur aufzeichnen. Du erinnerst dich eventuell an diese Szene, wo das Squad in dem Jeep tief im Wasser eingeschlossen ist und Cap recht panisch schaut. All` das ist nur mit der neuen Technologie und der Power der Frostbite Engine 3 machbar.


Kommentare