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Battlefield V: Chapter 5: War in the Pacific - Special

Rückkehr der Pazifik-Klassiker

Artikel Video Benjamin Braun

Packende Schlachten

Während zum 31. Oktober 2019 lediglich zwei der drei Maps zur Verfügung stehen werden, konnten wir auch die Neuauflage von Wake Island bereits anspielen - wohl aufgrund noch einzelner vorhandener Bugs aber nicht für unser Video mitschneiden. Das U-förmig aufgebaute Wake Island war, genauso wie Iwojima, bereits im ersten Serienteil "Battlefield 1942" enthalten, hat seitdem von seiner Faszination aber nichts eingebüsst. Aufgrund der Form ist die Karte perfekt für den Breakthrough-Modus geeignet, in dem wir eine Sektion der Insel nach der anderen aufseiten der US-Armee einnehmen oder eben jenes Ziel als Japaner zu unterbinden versuchen. Allgemein unterscheiden sich die drei Karten, wobei Wake Island eben erst im Dezember dazustossen wird, sehr stark voneinander. Das gilt nicht nur für die Gestalt selbst - stärker zusammenhängend, auf kleinere Archipele unterteilt oder eben in der U-Form bei Wake Island - und die unterschiedliche Flora, sondern auch fürs Wetter. Auf Pacific Storm kann jederzeit etwa ein schweres Gewitter ausbrechen, das nicht nur visuell beeindruckt, sondern das Spielgefühl mitunter stark verändert, wenn die Sichtweite eingeschränkt oder aufgrund des Donners die Laute der Gegner schlechter wahrnehmbar sind.

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Bemerkenswert ist - obwohl DICE den Realismus-Grad zugunsten der Chancengleichheit beugt oder Panzer schneller fahren, als es tatsächlich der Fall wäre - welch ein packendes Schlachtfeldgefühl die Schweden vermitteln. Klar rumst es hier im Zweifel etwas mehr, als es in Wirklichkeit der Fall wäre - und wer das Zeitliche segnet, respawnt halt einfach bei seinem Squad oder an einem der Wiedereinstiegspunkte. Doch gerade aufgrund der fantastischen audiovisuellen Kulisse ist der Adrenalinpegel stets hoch und wir genau deshalb jederzeit höchst aufmerksam. Da DICE jedoch an der freien Waffenwahl festhält, egal auf welcher Seite ihr kämpft (wenn auch abhängig von der Klasse), wählt ihr beliebig aus dem Arsenal aus und dürft auch als Ami oder Japaner sogar deutsche Schiessprügel wie das Sturmgewehr 1942 auswählen.

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Einen guten Teil zur authentischen Atmosphäre tragen aber auch die unzähligen zerstörbaren Objekte bei. DICE war in dem Bereich schon bei "Battlefield 1" stärker zu den Wurzeln der Reihe zurückgekehrt, erweitert die Optionen hier jedoch unserem Gefühl nach deutlich. Gerade in Stellungen zerlegen wir (oder eben der Gegner) nicht nur Flugabwehrgeschütze und legen sie endgültig lahm. Auch Gebäude zerstören wir mit Artillerie-Feuer, um den Widerstand zu dezimieren und mögliche Hinterhaltoptionen auszuschalten. DICE hätte bezüglich der Zerstörung der Umgebung dennoch gern weitergehen können. Die sehr gut zum Verstecken geeignete dschungelartige Flora, vor allem auf dem Inselarchipel von Pacific Storm, hätte durchaus mit dem Flammenwerfer vernichtet werden dürfen. Tatsächlich aber breitet sich das Feuer nicht mal so aus, wie man es aus verschiedenen Teilen von "Far Cry" oder "Call of Duty" kennt.

Ausblick

"Battlefield V" ist bereits in der Grundversion ein starker, teambasierter Militär-Shooter. Aufgrund der deutlich weitläufigeren Maps kehrt DICE mit Chapter 5 jedoch zu den Wurzeln zurück und vermeidet die Closed-Quarters-Kämpfe, wie sie wenigstens auf den meisten der zuvor verfügbaren Maps vorherrschen. Zur Offenbarung mögen die ganz frischen Ideen fehlen, aber Iwojima, Pacific Storm und Wake Island bieten eine grosse Abwechslung und sind nicht nur dank der neuen Fraktionen und Waffen eine echte Bereicherung für "Battlefield V".

Eine gute Dreingabe? Nach unseren bisherigen Eindrücken absolut!

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