Battlefield 6 - Test / Review

Der "Call of Duty"-Schreck ist zurück!

Test Video olaf.bleich getestet auf PlayStation 5

Zurück zu alter Stärke - oder verschwindet "Battlefield" endgültig in der Versenkung? "Battlefield 6" will alles besser machen: grösser, dynamischer, spektakulärer. Doch reicht das, um das Vertrauen der Fans zurückzugewinnen? Unser Test liefert die Antwort.

Es ist wieder eines dieser besonderen Jahre für Shooter-Fans: Zum ersten Mal seit 2021 erscheinen neue "Battlefield"- und "Call of Duty"-Teile mit nur wenigen Wochen Abstand. Und den Anfang macht "Battlefield 6", das bereits in der ersten Anspielrunde einen bleibenden Eindruck hinterliess.

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Nach dem durchwachsenen "Battlefield 2042" war klar: Ein Kurswechsel muss her. Die Battlefield Studios, unter anderem bestehend aus DICE, Criterion, Ripple Effect sowie Motive, und Publisher EA versprachen, die Wurzeln der Reihe wieder stärker zu betonen. Und genau das spürt man vom ersten Moment an.

Ein Neustart mit Altbekanntem

"Battlefield 6" ist ein Spiel, das sich wieder wie ein echtes "Battlefield" anfühlt. Grosse Karten, intensive Gefechte, chaotische Explosionen - alles da. Doch es bleibt nicht nur bei der Rückbesinnung. Viele kleine, aber entscheidende Neuerungen sorgen dafür, dass sich die Action moderner und flüssiger anfühlt als je zuvor.

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Der Shooter kehrt zurück zum traditionellen Klassensystem mit Sturmsoldat, Pionier, Versorgung und Aufklärung. Die Spezialisten aus dem Vorgänger sind Geschichte. Damit einhergehend kommen grössere Veränderungen bei der Zusammenstellung des Loadouts: Waffen lassen sich erst freischalten und dann frei wählen, während Gadgets und Hilfsmittel weiterhin klassengebunden sind. Das erlaubt mehr individuelle Strategien, ohne das bewährte Teamplay zu opfern. Dieser Balanceakt gelingt hier erstaunlich gut.

Bewegung mit Tempo

Wer "Battlefield 6" spielt, merkt schnell, dass intensiv am Spielfluss geschraubt wurde. Die virtuellen Soldaten sind wendiger, die Animationen flüssiger, und die Bewegungsfreiheit hat spürbar zugenommen. Aus einem Sprint heraus in Deckung rutschen, über Mauern klettern, um Ecken spähen oder Waffen auf Geländern abstützen: All das funktioniert nahtlos und sorgt für ein sehr dynamisches Spielgefühl. Besonders Scharfschützen profitieren davon, weil sie ihre Position präziser halten können, ohne an Beweglichkeit einzubüssen.

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Eine clevere Neuerung betrifft das Wiederbeleben von Teamkameraden. Statt reglos über dem Verwundeten zu verharren, könnt ihr euch nun während der Aktion langsam rückwärts bewegen. Das klingt banal, rettet aber in hitzigen Situationen oft das Leben und verleiht den Gefechten mehr Rhythmus. Auch der Defibrillator wurde im Vergleich zur Beta angepasst und arbeitet nun deutlich schneller.

Kampagne: Kurzer, aber sehenswerter Einsatz

Im Mittelpunkt der Einzelspielerkampagne steht der Konflikt zwischen einer zerfallenden NATO und der aufstrebenden Söldnertruppe Pax Armata. Ihr übernehmt die Rolle der NATO-Eliteeinheit Dagger 13, die sowohl an der Front kämpft als auch versucht herauszufinden, wie der Feind überhaupt so mächtig werden konnte.

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Die Geschichte wird in Rückblenden erzählt, eingebettet in eine Verhörsituation in der Gegenwart. Das sorgt für Abwechslung und ein gutes Erzähltempo, obschon die Handlung insgesamt wenig Überraschungen bietet.

Die Kampagne umfasst neun Missionen und etwa sechs bis acht Stunden Spielzeit. Das ist kein epischer Feldzug, aber solide Shooter-Kost. Die Missionen sind abwechslungsreich genug, wenn auch recht linear. Spielerisch funktioniert das Konzept: Die Kampagne führt in die Mechaniken der Mehrspielerklassen ein, ohne sich wie ein Tutorial anzufühlen.

Vor allem optisch überzeugt der Solomodus. Explosionen, einstürzende Gebäude, Sturmangriffe, Lichtstimmung: Hier zeigt sich die technische Stärke der Frostbite-Engine. Die Zwischensequenzen sind hochwertig inszeniert und erinnern an klassische Militär-Thriller. Obwohl die Geschichte keine bleibenden Emotionen hinterlässt, macht sie Spass und sorgt für einen ordentlichen Auftakt.

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