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BioShock: The Collection - Test / Review

Rapture und Columbia für unterwegs

Test Beat Küttel getestet auf Nintendo Switch

Ports für die Switch sind inzwischen beileibe keine Seltenheit mehr. Wenn aber ein Paket mit drei Spielen erscheint, von denen mindestens zwei absolute Klassiker sind, dann lässt das aufhorchen. Vor allem dann, wenn es für Nintendo-Jünger die erste Gelegenheit ist, diese Gaming-Sternstunden zu erleben. Neben den umwerfenden Storys, den erinnerungswürdigen Charakteren und dem gelungenen Gameplay war es vor allem die Atmosphäre, welche die Spielerschaft verzauberte. Entsprechend stellt sich natürlich die Frage, wie gut die Technik sich auf der Switch schlägt. Können Framerate und Auflösung bei "BioShock", "BioShock 2" und "BioShock Infinite" auf der Switch überzeugen? Oder ist Nintendos Hybridkonsole mit der Unterwasserwelt Rapture und der schwebenden Stadt Columbia überfordert? In unserem Test erfahrt ihr genau das und noch vieles mehr.

Screenshot

Bevor wir die technische Seite näher beleuchten, starten wir mit einem Überblick über die Story aller drei Spiele. Das ist allerdings einfacher gesagt als getan, denn die Geschichten dieser Spielserie sind vollgestopft mit undurchsichtigen Charakteren, unvorhersehbaren Wendungen und Momenten, die einem mit offenem Mund staunend zurücklassen. Daher gehen wir jeweils nur auf das grundlegende Story-Setup ein, um niemandem den Spass und die WTF-Momente zu verderben. Wer die Spiele bereits kennt und sich mehr für die technische Umsetzung auf der Switch interessiert, darf hier gern auf die nächste Seite blättern.

BioShock

Im Ur-"BioShock" schlüpft ihr in die Rolle von Jack, über den wir zu Beginn nicht viel mehr wissen, als dass er soeben mit dem Flugzeug ins Meer gestürzt ist und sich mit Ach und Krach bis zu einem nahegelegenen, geheimnisvollen Leuchtturm retten konnte. Doch der Leuchtturm birgt ein Geheimnis, ist er doch der Eingang zur Unterwasserstadt Rapture, in der das Shooter-Abenteuer seinen Lauf nimmt. Sehr schnell tretet ihr via Funkgerät mit verschiedenen Personen in Kontakt und erfahrt auch aus Audiologs, die herumliegen, so einiges. Das als utopisches Unterwasserparadies geplante Rapture ist aber mittlerweile extrem heruntergekommen und wird von allerlei zwielichtigen Gestalten bewohnt. Die Hauptschuld daran trägt die Droge Adam. Durch diesen eigentlichen Heilsbringer ist so ziemlich das gesamte soziale Gefüge auseinandergefallen. Neben dem Überleben und der Suche nach einem Ausweg müsst ihr auch noch herausfinden, welcher Nicht-Spieler-Charakter (NPC) welche geheime Agenda verfolgt. Mehr wollen wir nicht verraten, aber es erwartet euch ein Abenteuer zwischen Big Daddys, Little Sisters, Plasmiden-Superkräften, Andrew Ryan, Atlas und vielen anderen Namen und Begriffen, die euch auch aufgrund einer der grossartigsten Storys in einem Spiel noch sehr lange in Erinnerung bleiben werden.

BioShock 2

Während wir unser Möglichstes getan haben, um zu Teil 1 nur das Nötigste zu verraten und niemandem die Story zu verderben, können wir bei "BioShock 2" nicht einmal den Protagonisten benennen, denn selbst das wäre bereits ein Spoiler. Der zweite Teil wurde anders als Teil 1 und "Infinite" nicht von Irrational Games und dem Mastermind Ken Levine entwickelt. Entsprechend fehlt ein wenig die Verwegenheit, eine wirklich bahnbrechende Story zu erzählen und neue Wege zu beschreiten. Dennoch wird die Handlung spannend vorgetragen, nur eben nicht ganz auf dem genialen Level der anderen beiden Teile. Die Geschehnisse tragen sich wiederum in der Unterwasser-Dystopie Rapture zu, allerdings einige Jahre nach dem Vorgänger. Entsprechend hat sich einiges verändert, und als Spieler darf man sich trotz bekannten Settings auf einen spannenden und atmosphärischen Trip gefasst machen. Einfach mehr "BioShock" ist ja schliesslich nichts Schlechtes.

BioShock Infinite

Während ihr in den ersten beiden Serienteilen in die Tiefen des Meeres abtaucht, spielt "BioShock Infinite" zum grössten Teil in luftiger Höhe. Wieder ist dabei ein Leuchtturm im Spiel, doch diesmal findet ihr euch in der Haut des Protagonisten Booker DeWitt kurz nach Spielstart in der schwebenden Stadt Columbia wieder. Warum ausgerechnet ihr dort landet, was es mit dem vermeintlichen Propheten Comstock auf sich hat oder mit Elizabeth, die bald ebenfalls zu einem zentralen Charakter wird, und was Booker selbst für Geheimnisse aus seiner Vergangenheit mit sich herumträgt? Nun, ihr werdet es selber herausfinden müssen, denn auch hier wollen wir zur Story nicht zu viel verraten. Doch der Location-Wechsel sorgt dafür, dass sich alles frisch anfühlt. Die Stadt mit ihren abwechslungsreichen Vierteln wirkt fast wie ein eigener Charakter, und "Infinite" schraubt den philosophischen Anspruch noch einmal hoch, was bei dieser Vorgeschichte wirklich etwas heissen will. Am Ende werdet ihr auch hier wieder staunend dasitzen und bei einem allfälligen zweiten Durchspielen genau darauf achten, welche subtil eingestreuten Plot-Hinweise euch beim ersten Mal entgangen sind. Ein grossartiger Abschluss der Trilogie.

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