Das neue Razer BlackShark V3 Pro verspricht einen besseren Sound, mehr Komfort und eine längere Akkulaufzeit. Doch kann das High-End-Headset den starken Vorgänger wirklich übertreffen? Wir haben es getestet und sagen euch, ob sich der hohe Preis für PC- und Konsolen-Gamer lohnt.

Im Sommer 2024 testeten wir bereits das Razer BlackShark V2 Pro. Das Fazit war eindeutig, denn trotz kleinerer Schwächen überwogen am Ende die Stärken des Gaming-Headsets: Sehr guter Tragekomfort, App-Support zum Optimieren der Einstellungen, lange Akkulaufzeit und vor allem ein gelungenes Sound-Bild machen das Razer BlackShark V2 Pro zu einem ausgezeichneten Wireless-Angebot, das für ambitionierte Spieler mit gehobenem Budget sicherlich mehr als einen Blick wert ist. Eine klare Kaufempfehlung!

Seit Kurzem ist das Nachfolgemodell Razer BlackShark V3 Pro im Handel erhältlich. Auch diesmal müsst ihr ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Das Headset kostet aktuell rund 239 CHF und ist sowohl für PC als auch für Xbox und PlayStation verfügbar. Für den Test knöpften wir uns die PC-Variante vor - und waren angetan: Razer legt im Vergleich zum Vorjahr noch mal eine Schippe drauf.
Das steckt drin!
Blicken wir aber zunächst auf den Lieferumfang: In der Razer-typisch grün-schwarzen Verpackung verbergen sich neben dem Kopfhörer selbst ein abnehmbares Razer-HyperClear-Vollbandmikrofon und der Razer-HyperSpeed-Dongle samt USB-C-auf-USB-A-Kabel.
Das Razer BlackShark V3 Pro könnt ihr nämlich auf verschiedene Arten anschliessen. Via Bluetooth etwa verbindet ihr die Kopfhörer binnen weniger Sekunden mit eurem Smartphone oder auch der Nintendo Switch. Oder ihr greift mithilfe des beiliegenden Adapterkabels ganz altmodisch auf die klassische Klinkenverbindung zurück.
So richtig spannend wirds aber mit dem besagten HyperSpeed-Adapter: Diesen steckt ihr mithilfe des mitgelieferten USB-Kabels etwa an euren PC und verbindet so den Rechner über den Dongle mit eurem Headset. Klingt kompliziert, ist allerdings ganz einfach.
Erster Eindruck
Zugegeben: Als wir das Razer BlackShark V3 Pro erstmals aus dem Karton nahmen, waren wir wenig überrascht. Denn das Headset sieht seinem Vorgängermodell sehr ähnlich. Das Gerät gibt es in den Farben Schwarz und Weiss sowie (gegen Aufpreis) in der "2XKO"-Sonderedition.

Die im Test vorliegende White-Edition ist betont schlicht gehalten: an der Aussenseite komplett in Weiss, während alle Polster schwarz sind. Auffällig: Den Bügel ziert das Razer-Logo, das in die Kunstlederoberfläche eingestanzt ist. Das sieht schon ausgesprochen hübsch aus. Auch gefällt uns weiterhin das minimalistisch-futuristische Design. Die Ohrmuscheln sind mittels schwarzer, fester Drähte verbaut, die mit stoffummantelten Kabeln sichtbar verbunden sind. Wer LED-Beleuchtung für den nächsten Stream sucht, liegt hier aber falsch - die gibt es nämlich nicht!
An der linken Ohrmuschel befinden sich der USB- und der Klinkenanschluss sowie der Power-Schalter, die Mute-Taste für das Mikrofon und ein Drehregler. Rechts liegen wiederum die ANC-Taste, ein Drehregler und die SmartSwitch-Taste zum Wechseln zwischen den Modi.
Ein "Unterwegs-Kopfhörer" ist das BlackShark V3 Pro aber nicht. Zum einen ist es relativ gross, zum anderen nicht so flexibel wie andere Modelle. Die Ohrmuscheln lassen sich zwar in einem Winkel von 15 Grad an euren Kopf anpassen, jedoch gibt es keine Möglichkeit, die Kopfhörer einzuklappen und so platzsparend zu verstauen. Eine Tasche oder ein Etui fehlt ebenfalls im Lieferumfang.