Bleach: Rebirth of Souls - Test / Review

Erinnerungen im Regen

Test Video Sven Raabe getestet auf PlayStation 5

Während zu anderen Anime-Hits wie "Dragon Ball", "Naruto" oder "One Piece" regelmässig neue Games erscheinen, mussten "Bleach"-Fans mehr als 13 Jahre (!) auf ein neues Spiel warten, das direkt zum Release für die grossen Heimkonsolen erscheint. Mit dem neuesten Fighting-Titel zum Franchise geht also eine sehr lange Durststrecke zu Ende.

Wir haben uns in der PlayStation-5-Version von "Bleach: Rebirth of Souls" gemeinsam mit Ichigo und seinen Freunden in den Kampf gestürzt und dabei allerhand erlebt. Was genau, verraten wir euch in unserem grossen Test zum Anime-Prügelspiel.

Der Tod und die Erdbeere

Den Kern des Spiels bildet der Modus "Hauptgeschichte", der euch einen Grossteil der Ereignisse der Anime-Vorlage hautnah selbst erleben lässt. Im Mittelpunkt der Story steht Oberschüler Ichigo, der schon immer Geister sehen konnte. Als eines Tages jedoch die Shinigami (Todesgott) Rukia vor ihm steht, soll sich sein Leben für immer verändern.

Um seine Familie vor einem brutalen Monster, einem Hollow, retten zu können, wird Ichigo mithilfe von Rukia selbst zu einem Shinigami. Allerdings sollen sie so Ereignisse lostreten, die massive Auswirkungen nach sich ziehen: Eine gewaltige Verschwörung innerhalb der Soul Society, der Heimat der Shinigami, kommt ans Licht, und Ichigo ist plötzlich mittendrin!

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Wie es von da an weitergeht, könnt ihr im Rahmen der fünf Kapitel umfassenden Story-Kampagne von "Bleach: Rebirth of Souls" selbst herausfinden. Diese deckt ungefähr die Geschehnisse der ersten 310 von 366 Episoden der ersten Anime-Serie ab und bietet gerade Neulingen eine sinnvoll gekürzte Version des mitreissenden Abenteuers.

Sehr schade: Die Ereignisse des Arcs "The Lost Substitute Shinigami" und des finalen Arcs "Thousand-Year Blood War" fehlen. Ebenfalls unschön: An die Dynamik und Wucht der Anime-Vorlage kommt die Inszenierung des Prügelspiels nicht heran. Obwohl die grossen Momente gut eingefangen werden, wirkt die Inszenierung oft steif und ungelenk.

Die Klinge und ich

Umso besser gefallen hat uns an "Bleach: Rebirth of Souls" dafür das Kampfsystem. Es bildet den Kern eurer Spielerfahrung, und auch in der rund 12 bis 15 Stunden langen Story-Kampagne verbringt ihr die meiste Zeit mit Kämpfen gegen Hollows, Shinigami und andere Gegner. Hier kann das Fighting-Game wirklich zur Höchstform auflaufen.

Grundlegend funktioniert das Kampfsystem nach einem Schere-Stein-Papier-Prinzip. Angriffe könnt ihr mit einem Block aufhalten. Gegnerische Blocks sind mit Durchbrechen zu überwinden. Feindliches Durchbrechen stoppt ihr mit Angriffen. Im Gegensatz zu anderen Prügelspielen ist es hier übrigens nicht euer Ziel, eine bestimmte Anzahl Runden zu gewinnen.

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Stattdessen müsst ihr die Konpaku (Energiebalken) eurer Widersacher auf 0 reduzieren. Hierfür müsst ihr mit euren Aktionen quasi erst die Rüstung eures Gegners mürbe machen und in den roten Bereich bringen. Anschliessend könnt ihr mit einem mächtigen Spezialangriff, deren Animationen sich mit der Zeit stark abnutzen, einen vernichtenden Treffer landen.

Während andere Fighting-Games euch zu einem sehr aggressiven Spielstil verleiten, kommt es bei "Bleach" eher auf eure neutrale Haltung an - gerade im Kampf gegen menschliche Feinde, etwa im Splitscreen- oder Online-Mehrspielermodus. Wenn ihr geduldig abwartet, die Aktionen eures Kontrahenten vorausahnt und kontert, ist das ein tolles Gefühl.

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