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Concrete Genie - Test / Review

Die Magie des Malens

Test Video Sönke Siemens getestet auf PlayStation 4

Gibt man bei Wikipedia den Suchbegriff "Ölunfälle" ein, folgt eine erschreckend lange Liste mit über 90 bedeutenden Ereignissen, bei denen grosse Mengen Roh- oder Mineralöl ins Meer oder in die Natur gelangten. Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass es sich in vielen Fällen um Tankerunglücke handelte, die sich in der Nähe des Festlandes ereigneten. Damit wären wir wiederum beim Storyaufhänger des PS4-exklusiven Action-Abenteuers "Concrete Genie", denn auch hier ist es ein Tankerunglück, das den idyllischen Küstenort Denska eines Tages ins Verderben stürzt.

Fischer können plötzlich nichts mehr angeln, Touristen bleiben fern, und durch den schleichenden wirtschaftlichen Abschwung verlassen immer mehr Anwohner den Ort. Heute ist Denska nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Gebäude verrotten, auf den Dächern der Häuser sammelt sich Möwenkot, und wo früher kunterbunte Werbetafeln hingen, geben mittlerweile hässliche Graffitis den Ton an. Wohnen und arbeiten möchte hier schon längst niemand mehr. Nicht zuletzt, weil sich seit einiger Zeit eine mysteriöse, Öl-ähnliche Masse (hier "Dunkelheit" genannt) in vielen Teilen des Ortes ausbreitet.

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Ash, der Protagonist des Spiels, kommt trotzdem immer wieder in seinen Heimatort. Dort sitzt er dann - in Gedanken versunken - auf einer der vielen Hafenmauern und frönt seiner Lieblingsbeschäftigung: der Malerei. Zu Beginn des Abenteuers ist er erneut in Denska unterwegs, um sich inspirieren zu lassen, als er plötzlich in die Arme einer Gruppe aufmüpfiger Teenager stolpert. Janie, Zack, Chuck, Beatrice und der kleine Froggy hänseln und verspotten ihn, zerreissen sein geliebtes Skizzenbuch. Doch damit nicht genug: Während der Wind seine mit viel Herzblut angefertigten Zeichnungen in alle Himmelsrichtungen verweht, schubsen ihn die Fieslinge in die Kabine einer Seilbahn, die sich wenig später auf den Weg zur benachbarten Leuchtturminsel macht.

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