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Cosplay-Fotograf eosAndy im Interview

Eine Kunstform unserer Zeit

Interview Benjamin Braun

Tausende Menschen treten auf der ganzen Welt als sogenannte Cosplayer auf und stellen mit aufwendigen Kostümen Spielehelden aus Titeln wie "Overwatch", "The Elder Scrolls" und vielen anderen Games nach. Perfekt in Szene gesetzt werden die Cosplayer auch vom Fotografen eosAndy, den wir im Interview ausführlich zum Thema und zu seiner Kunst befragen konnten.

Screenshot

Zur Person: Andreas Krupa wurde 1975 im polnischen Kulm (Chełmno) geboren. Seine Leidenschaft für Fotografie und Videospiele begleitete ihn seit seiner Schulzeit, die er vor einigen Jahren professionell im Nebenberuf betreibt.

Hallo Andreas, sei doch so nett und stell dich unseren Lesern einmal kurz in eigenen Worten vor und verrate uns, für was man dich kennt.

Mein Name ist Andreas Krupa, im Internet oder in der Cosplay-Szene kennt man mich als eosAndy, und ich fotografiere unglaublich gerne verkleidete Personen.

Du sprichst natürlich von Cosplayern, die du mit Vorliebe ablichtest. Bist du eigentlich ausgebildeter Fotograf, oder hast du dir die Fähigkeiten allein beigebracht?

Ich bin sozusagen ein Autodidakt und habe mir das Fotografieren aufgrund meiner Leidenschaft selbst beigebracht. Die Leidenschaft begann schon früh während meiner Schulzeit, in der ich an einer Foto-AG teilgenommen hatte. Das ging zwischenzeitlich wieder verloren, aber als meine Kinder geboren wurden, musste deren Entwicklung natürlich in Form von Videos und Fotos festgehalten werden, jeder kleine Schritt und alle anderen Fortschritte, wodurch ich zu einer Art Familienfotograf wurde. Dann wurden die Kinder grösser und auch die Kameras. Alles musste schneller werden, damit man die Bewegungen auch festhalten kann. Schliesslich haben sie mit Sport angefangen, sie wurden Cheerleader, und ich habe sie dabei mit der Kamera begleitet. Dann habe ich damit begonnen, Fotos für den Verein hier bei uns im Dorf zu machen. Das ging auf deutschlandweiten Meisterschaften weiter, und eine Agentur speziell für den Cheerleader-Sport wurde auf mich aufmerksam. Für die bin ich dann offiziell durch ganz Europa getourt, um Fotos von den Wettbewerben zu machen. Ich habe also über längere Zeit Sportfotografien gemacht und bin, da ich ein leidenschaftlicher Fan von Science-Fiction-Filmen und Co. bin, auch Spiele aus dem Bereich besonders mochte und mich in Bezug darauf schon immer in "Nerd-Kreisen" bewegte, auf etwas gestossen. Konkret hatte ich ein Video von einer der frühen gamescom-Events in Köln auf YouTube erspäht - ich weiss nicht mehr, in welchem Jahr das war -, in dem Menschen auf einer Bühne Spielfiguren nachstellten, die ich genauso sehr liebte wie sie. Und ich dachte nur: In diese Szene willst und musst du rein. Es war eine bewusste Entscheidung, Cosplay-Fotograf zu werden.

Du bist also tatsächlich, obwohl du zu dem Zeitpunkt noch kein Profi-Fotograf warst, in den Bereich eingestiegen?

Ja, genau so war das. Wobei ich das immer noch nebenbei mache, das Fotografieren ist weiterhin nicht mein Hauptberuf.

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