Schon als Kind begann Emily Schlenker mit dem Cosplay. Jetzt, mit gerade mal 16 Jahren, hat sie bereits eine Vielzahl von Charakteren dargestellt. Im Interview spricht die Schweizerin über die zurückliegende Fantasy Basel und darüber, was sie so sehr an ihrem Hobby fasziniert.

Schön wars: Am 16. Mai ging die diesjährige Fantasy Basel zu Ende - und die Besucher nahmen jede Menge tolle Erinnerungen mit nach Hause. Viel Spass an der FaBa hatte auch Emily Schlenker alias Red-Pym Girly. Die 16-Jährige aus Allschwil war zusammen mit ihrem Vater Patrick alias Red-Pym (Interview) vertreten, der zu den bekanntesten Cosplayern der Schweiz zählt. Wir haben Emily zu ihrer Faszination fürs Cosplay befragt.
Emily, du warst dieses Jahr wieder an der Fantasy Basel. Welches Cosplay hast du dort gezeigt? Und wie hat dir das Event gefallen?
Red-Pym Girly: Die Fantasy Basel war wieder sehr schön. So viele nette Leute und Cosplayer! Es war wieder einfach wunderbar. Mein persönlicher Höhepunkt war am Samstag die Teilnahme am "Star Wars" Fan March mit meinem neuen Fennec-Shand-Cosplay - auf Einladung der Swiss Garrison der 501st Legion. Da ich wieder an allen drei Tagen vor Ort war, hatte ich alle Tage jeweils Cosplays an. Am Donnerstag trug ich Jessie aus "Toy Story", meinen neuen Charakter, der komplett von mir alleine genäht und zusammengestellt wurde. Am Freitag trug ich mein Vulture-Cosplay mit den Flügeln aus "Spider-Man: Homecoming", und am Samstag präsentierte ich mein anderes neues Cosplay Fennec Shand aus unterschiedlichen "Star Wars"-Produktionen.

Wann hast du mit Cosplay begonnen? Und mit welchem Kostüm?
Red-Pym Girly: Mein erstes Cosplay trug ich 2016, als mein Vater mich zum ersten Mal mitnahm. Ich ging als Astrid aus "Drachenzähmen leicht gemacht". Es war auch sein allererstes Cosplay, das er überhaupt nähte und baute. Richtig angefangen zu cosplayen habe ich aber erst 2022 mit einem ersten Stinger-Cosplay aus "Ant-Man".
Welche weiteren Figuren hast du mittlerweile verkörpert? Was ist dein Lieblingscosplay? Und warum?
Red-Pym Girly: Mittlerweile besitze ich sieben unterschiedliche Cosplays - Astrid aus "Drachenzähmen leicht gemacht", Violetta aus "Die Unglaublichen", Stinger aus "Quantumania", Doric aus "Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben", Vulture aus "Spider-Man: Homecoming", Jessie aus "Toy Story" und Fennec Shand aus "Star Wars". Ein spezielles Lieblingscosplay habe ich gerade eigentlich nicht, da es mir Spass macht, alle zu verkörpern. Aber Fennec Shand und meine weibliche Vulture-Interpretation mit den grossen Flügeln trage ich schon sehr gerne.

Was macht für dich den Reiz von Cosplay aus?
Red-Pym Girly: Du kannst dich so zeigen und fühlen wie dein Charakter! Ich kann dabei meist eine nicht reale Figur in eine reale Figur umwandeln. Dazu reizt mich das Nähen von Kostümen am meisten.
Worauf kommt es aus deiner Sicht an, wenn man eine bestimmte Figur im Cosplay verkörpern möchte?
Red-Pym Girly: Viel Wissen und Gefühl über den jeweiligen Charakter auf sich übertragen! Oft schaue ich dafür die Filme oder Serien mehrmals, in denen der Charakter vorkommt. Dabei achte ich besonders auf typische Bewegungen, bestimmte Verhaltensweisen oder bekannte Merkmale, die den Charakter ausmachen.
