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Crash Bandicoot: N-Sane Trilogy - Test

Ein Jump-and-Run-Remaster, wie es sein muss

Test Video Martin Mayer getestet auf PlayStation 4

Mehr als 20 Jahre nach dem Debüt des Jump-And-Run-Helden auf der ersten PlayStation kehrt der rotbefellte Nasenbeutler mit seinen ersten drei Abenteuern auf die aktuelle Sony-Konsole zurück. Wir verraten, ob ihr bei der umfassend modernisierten Spielesammlung zugreifen solltet.

Dr. Cortex ist ein fieser Kerl! Der Wissenschaftler strebt die Weltherrschaft an – und das nicht etwa zum Wohle aller. Aber es gibt einen, der sich ihm in den Weg stellt. Er hat rotes Fell und zählt zur Gattung der Nagetiere. Nasenbeutler Crash Bandicoot mag lethargisch und manchmal auch tollpatschig wirken, wenn er neben seiner Schwester Coco in der Sonne liegt und ihm beim lautstarken Schnarchen die Zunge aus dem Mund hängt. Aber agil ist der Held der nach ihm benannten 3D-Jump-And-Run-Reihe ohne Frage.

Seine ersten drei Abenteuer, zum Teil vor mehr als 20 Jahren von „The Last Of Us“-Entwickler Naughty Dog für Sonys erste PlayStation umgesetzt, erscheinen Ende Juni 2017 erneut. Publisher Activision hat nämlich das Studio Vicarious Visions mit der Umsetzung der „Crash Bandicoot: N-Sane Trilogy“ beauftragt. Die Spielesammlung enthält remasterte Neuauflagen von „Crash Bandicoot“, „Crash Bandicoot 2: Cortex Strikes Back“ und „Crash Bandicoot 3: Warped“. Wir haben uns mit Crash erneut Dr. Cortex entgegengestellt, verraten euch, was sich verändert und was nicht. Vor allem aber sagen wir euch, ob Jump-And-Run-Fans auf PlayStation 4 zugreifen sollten.

3D-Jump-And-Run mit Comic-Humor

Über die Geschichte der drei in der „N-Sane Trilogy“ enthaltenen Spiele haben wir euch eigentlich bereits alles erzählt, was ihr wissen müsst. Erwartet also keinen erzählerischen Tiefgang, aber drei humorvoll inszenierte Jump-And-Run-Abenteuer mit einem überaus sympathischen Helden und durchgeknallten Gegnern. Mit grösseren (und auf Wunsch überspringbaren) Zwischensequenzen warten zwar nur „ Crash Bandicoot 2“ und „ Warped“ auf, aber auch in Teil 1 von „Crash Bandicoot“ erwarten euch ziemlich lustige Situationen. Denn spätestens, wenn Crash beim unfreiwilligen Ableben eine seiner schmerzverzerrten Grimassen schneidet, von einer Ziege aus dem Bildschirm gekickt wird oder von einem Kugelfisch unter Wasser kurzerhand selbst zu einer Kugel aufgeblasen wird, gibt das immer wieder Anlass zum Schmunzeln.

Screenshot

Aber was ist „Crash Bandicoot“ eigentlich? Falls ihr bislang nicht mit der Reihe in Kontakt gekommen sein solltet: Bei den in der Trilogie enthaltenen ersten drei Teilen handelt es sich um 3D-Jump-And-Runs. Mit Nasenbeutler Crash durchlauft ihr strikt lineare Levels, in denen ihr nur wenige Freiheiten geniesst. Bloss hier und dort gibt es auch mal eine alternative Route. In den Levels wechselt aber regelmässig die Perspektive. Meist seht ihr Crash aus einer Schulterperspektive in der Verfolgersicht. Andere Levels, etwa auch die optionalen Bonusbereiche, erlebt ihr wiederum aus einer Seitenansicht. Immer wieder müsst ihr jedoch auch Levels absolvieren, in denen ihr Crash praktisch auf euch zulassen lasst, zum Beispiel auf der Flucht vor einem Felsen – ein wenig so, wie es schon Indiana Jones in „Jäger des verlorenen Schatzes“ tun musste.

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