Cyberpunk 2077 - Test / Review

Der erhoffte Sci-Fi-Hit?

Test Video Benjamin Braun getestet auf PC

Kaum einen anderen Titel in diesem Jahr erwarten die Spieler sehnlicher als das Science-Fiction-RPG von CD Projekt. Nun ist es endlich so weit! Wir konnten das Abenteuer in Night City bereits vorab durchspielen und verraten euch in unserem Test, ob die Entwickler damit gar Geralt von Rivas grosses Finale in "The Witcher 3" übertreffen können.

Mehr als acht Jahre nach der offiziellen Ankündigung von "Cyberpunk 2077" sind inzwischen vergangen. Ursprünglich sollte das neue Rollenspiel von CD Projekt RED bereits im April 2020 erscheinen und stand zu diesem Zeitpunkt schon lange in quasi sämtlichen Most-Wanted-Listen weit oben. In unserem Test können wir euch nun endlich verraten, ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat. Wie gut ist die Story? Wie gross sind die spielerischen Freiheiten zwischen Baller-Action und Stealth? Und was genau hält die offene Spielwelt abseits der Hauptmissionen für euch bereit? Selbstverständlich verzichten wir im Folgenden vollständig auf mögliche Spoiler. Schliesslich möchtet ihr nicht schon vorher alles über Hauptfigur V und deren mysteriösen Begleiter Johnny Silverhand wissen.

Der Sprung ins kalte Wasser

Die meisten modernen Rollenspiele, so auch die drei Abenteuer von Hexer Geralt, beginnen mit einer kurzen Einführung ins Setting. Grundlegende Fragen zur Spielwelt werden dabei im Regelfall genauso geklärt wie die zum Hintergrund des Haupthelden. "Cyberpunk 2077" geht einen etwas anderen Weg. Nachdem ihr euch im üppigen Editor ausgetobt habt, in dem ihr indes auch dem weiblichen V einen Penis verpassen könnt oder die männliche Variante mit der weiblichen Stimme sprechen lasst, geht es in "Cyberpunk 2077" hingegen direkt ins Spielgeschehen über.

Screenshot

Wie die Handlung genau beginnt, hängt stets von der Wahl beim Spielstart ab, die Vs Hintergrund definiert. Als sogenannter Nomade beginnt ihr etwa als Schmuggler in einer Wüste ausserhalb von Night City und versucht ein Objekt durch einen Kontrollposten vor den Toren der Stadt zu schleusen. Entscheidet ihr euch für die Street-Kid-Variante, startet ihr hingegen direkt in der Metropole in einer Bar und nehmt einen Autoklau-Auftrag an, um die Schulden eines Freundes zu begleichen. Loslegen könnt ihr aber auch als Angestellter eines der mächtigen Konzerne, die in der Welt von "Cyberpunk 2077" mindestens genauso viel kriminelle Energie haben wie der mordbereite Abschaum auf den Strassen. Beweis gefällig? Der in diesem Fall sehr adrett gekleidete V, der auf dem Weg zu einem Treffen im Flugshuttle Champagner schlürft, wird von seinem Vorgesetzten mit dem Mord an einer internen Konkurrentin beauftragt - und muss am Ende teuer dafür bezahlen.

Screenshot

Jede dieser drei Einstiegsvarianten beschäftigt euch rund 30 Minuten und führt letztlich zu einem ähnlichen Ergebnis. V trifft nämlich in jedem Fall auf seinen Begleiter - oder besser gesagt Komplizen - Jackie Wells, mit dem er später gemeinsam zu einer Legende der Unterwelt von Night City aufsteigen möchte. Der Plan erscheint kurios, denn die beiden wissen genau, dass die wahren Grössen des Zwielichts so gut wie nie eines natürlichen Todes sterben und statt auf dem Friedhof oft irgendwo in einem anonymen Grab verscharrt werden. Ein Schicksal, das den beiden ebenfalls bevorsteht?

Screenshot

Kommentare