The Dark Pictures Anthology: Directive 8020 - Vorschau / Preview

Weltraum-Horror mit echtem Gameplay

Vorschau Video Benjamin Braun

Entwickler Supermassive Games hatte sich zuletzt ganz cineastischen Horror-Adventures verschrieben, die vor allem auf Entscheidungssystemen und QTE-Action fussen. Das neue Spiel der Briten klammert diese beiden Aspekte keineswegs aus, erweitert jedoch das Gameplay mit deutlich grösseren Freiheiten. Die könnten den Weltraum-Grusel auf ein ganz neues Niveau hieven - im Guten wie im Schlechten.

Egal ob wir nun den 2015 veröffentlichten PS4-Hit "Until Dawn", den Sommer-Camp-Horror "The Quarry" oder auch die bislang vier Episoden der "Dark Pictures Anthology" nehmen: Abseits der unterschiedlichen Settings waren sich all diese Titel von Supermassive Games relativ ähnlich und erinnerten vom Konzept her teils stark an die Episoden-Abenteuer von Telltale Games. Ein komplexes Entscheidungssystem, mit dem ihr massgeblich Einfluss auf Verlauf und Ausgang der Handlung nehmt, sowie Quick-Time-Action à la Quantic Dream, die genauso oft über Leben und Tod der Protagonisten bestimmt, wird es auch in "Directive 8020" wieder geben. In seinem kommenden Weltraum-Horror-Spiel erweitert das englische Studio aus Guildford die Spielmechanik allerdings um so manches Element, das man eher aus Horrorklassikern wie "Silent Hill" kennt - wenn auch ohne direkt gesteuerte Baller- oder Prügeleinlagen. Was die Neuerungen konkret bedeuten und warum wir uns viel von "Directive 8020" erhoffen, erfahrt ihr im Folgenden.

Vollpreis-Horror im Deep Space

Der Hintergrund von "Directive 8020" klingt zunächst ziemlich nach Science-Fiction-Standard: Die Erde ist unbewohnbar geworden, weshalb sich das Kolonialschiff Cassiopeia auf den Weg zum real existierenden Planeten "Tau Ceti f" macht, ein als "Supererde" spezifizierter Planet, etwa viermal so gross wie der unsere. Bis dorthin gelangt ihr im Spiel allerdings nicht ganz, denn an Bord eures Schiffs ist offenbar so etwas wie ein ausserirdischer Parasit eingedrungen, der die Besatzung in mörderische Monster verwandelt und, wenn ihr es nicht verhindern könnt, auch einen der spielbaren Helden in eine todbringende Kreatur verwandelt, die als solche zunächst aber womöglich gar nicht zu erkennen ist. Erkennbar sind schon jetzt gewisse Ähnlichkeiten zu Filmen wie Ridley Scotts Genreklassiker "Alien", "Event Horizon" und nicht zuletzt John Carpenters "Das Ding aus einer anderen Welt" aus dem Jahr 1982.

Screenshot

Wie viele spielbare Helden es in "Directive 8020" geben wird, haben die Entwickler bislang noch nicht verraten. Da es sich allerdings trotz der Eigenbezeichnung "A Dark Pictures Game" nicht etwa um die Auftaktepisode der zweiten Staffel der "Dark Pictures Anthology", sondern um einen Vollpreis-Titel der Grössenordnung von "Until Dawn" handelt, darf man auf mehr als fünf spekulieren. Eine der Figuren, die Astronautin Brianna Young, wird von der britischen Schauspielerin Lashana Lynch gespielt, die unter anderem durch ihre Rolle der Rita in "Bob Marley: One Love" bekannt ist und voraussichtlich auch das Cover des für 2025 angekündigten Spiels zieren wird. Ob noch weitere Star-Power an Bord ist, können wir aktuell nicht sagen. Da aber mit dem späteren Oscar-Preisträger Rami Malek oder Peter Stormare schon in "Until Dawn" mehrere bekannte oder aufstrebende Schauspieler an Bord waren, darf man zumindest auf weitere bekannte Gesichter hoffen.

Während unklar bleibt, ob der aus der "Dark Pictures Anthology" bekannte "Kurator" zurückkehrt, der dort als so etwas wie der Erzähler und die Personifizierung des Tods dient, oder die titelgebenden Bilder wieder eine Rolle spielen, die Visionen auf spätere, potenziell tödliche Szenen freischalten, verändert Supermassive Games das Spielkonzept in Teilen drastisch.

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