Games.ch

Darksiders Genesis - Test / Review

Tolle Koop-Sause im Stil von Diablo

Test Video Sönke Siemens getestet auf PC

Komplett Koop-kompatibel, eine brandneue Iso-Perspektive und der erste Auftritt von Strife als spielbarer Held - mit "Darksiders Genesis" aus der Feder von Airship Syndicate erscheint am 5. Dezember 2019 der nächste Ableger der beliebten Action-Abenteuer-Reihe. Wir haben das Spin-off auf PC getestet und waren extrem überrascht, wie gut hier alle Gameplay-Zahnräder ineinandergreifen.

Erzählerisch betrachtet spielt "Darksiders Genesis" vor den Ereignissen des ersten Teils. Wir wollen Details nur bedingt vorweggreifen, daher nur so viel: In der Hölle hängt der Haussegen schief, denn Luzifer höchstpersönlich heckt finstere Pläne aus, um das Gleichgewicht der Welt zu stören. Der sogenannte Feurige Rat - zuständig dafür, den Lauf der Dinge im Lot zu halten - kann das natürlich nicht gutheissen und entsendet zwei seiner besten Agenten. Die Apokalyptischen Reiter War (der Nahkampf-begabte Held aus dem ersten "Darksiders") und Strife (sein auf Fernkämpfe spezialisierter Bruder) sollen sich an den Ort der ewigen Verdammnis begeben und der Sache auf den Grund gehen.

Was genau hat der Teufel vor? Welche anderen Höllenfürsten stecken mit ihm unter einer Decke? Kann man seinen vermeintlichen Widersachern Vulgrim und Samael wirklich trauen? Und vor allem: Warum versorgte der Feurige Rat das Heldenduo zu Beginn ihrer heiklen Missionen nur so spärlich mit Informationen? All das und mehr gilt es im Rahmen der knapp 20-stündigen Kampagne herauszufinden.

Screenshot

Spannend hierbei: Im Gegensatz zu den bisherigen drei "Darksiders"-Spielen wird "Darksiders Genesis" aus einer "Diablo"-ähnlichen Iso-Perspektive dargestellt und ist komplett Koop-tauglich - sowohl online als auch lokal. Spielt ihr zu zweit im Couch-Koop-Modus, wird das Bild vertikal geteilt. Allerdings verläuft die Trennlinie der beiden Bildschirmbereiche nicht wie bei den LEGO-Spielen dynamisch und verschmilzt zu einem Bild, wenn sich die Spielfiguren einander nähern, sondern sie teilt den Screen mittig und ist vollkommen starr. Im Test funktionierte das recht gut.

Spielt ihr allein, erlebt ihr die Action gleichwohl nur aus der Rolle eines Helden, was anfangs in der Tat ein bisschen befremdlich wirkt, insbesondere wenn die Protagonisten miteinander kommunizieren. Allerdings genügt ein Druck auf LB + A, um in Sekundenschnelle zum gerade inaktiven Charakter zu wechseln. Interessanter Twist: Segnet ihr im Solomodus mit einem Heroen das Zeitliche, spielt ihr automatisch mit dem noch verbleibenden weiter. Gleichzeitig zählt im Hintergrund ein Countdown von 20 runter. Bei null angekommen, ist der Koop-Partner wieder fit und kehrt mit halb gefülltem Lebensenergiebalken zurück. Schafft ihr es nicht, bis zum Ablauf des Timers durchzuhalten, erfolgt ein Respawn beim letzten Kontrollpunkt. Kämpft ihr dagegen im Koop-Modus und der Partner beisst ins Gras, könnt ihr ihn klassisch wiederbeleben.

Kommentare